Vor Bundesligastart

Trotz Pokal-Pleite: Deshalb bleiben Krösche und Glasner gelassen

Oliver Glasner (l.) und Markus Krösche sind sich einig. Foto: Imago

Das Pokal-Aus bei Waldhof Mannheim traf Eintracht Frankfurt hart und unerwartet. Doch sowohl Sportvorstand Markus Krösche als auch Trainer Oliver Glasner sahen im Anschluss an das 0:2 beim Drittligisten keinen Anlass, die Alarmglocken läuten zu lassen.

Aus dem Carl-Benz-Stadion in Mannheim berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Ein Dämpfer zur rechten Zeit? Davon wollte Eintrachts Sportvorstand Markus Krösche nach dem 0:2 bei Waldhof Mannheim in der ersten Runde des DFB-Pokals auf Nachfrage von fussball.news nichts wissen: "Gibt es den denn? Es tut immer weh. Das Gute ist, dass du aus einer Niederlage Dinge erkennen kannst, die du besser machen musst. Das ist das, was wir heute rausziehen müssen bei aller Unzufriedenheit." Panik bricht beim 40-Jährigen deshalb keine aus: "Wir müssen eine paar Dinge besser machen, die wir in der Vorbereitung auch schon besser gemacht haben. Das ist uns heute aufgezeigt worden. Wir sind Gott sei Dank noch am Anfang der Saison und haben Zeit, die Dinge besser zu machen. Das ist auch unsere Aufgabe."

"Keine Auswirkung auf Qualität des Kaders"

Von ihrem Weg abbringen lassen, wollen sich die Beteiligten nicht: "Das ist schon ein Rückschlag, weil wir im Pokal weiterkommen wollten. Ich glaube aber, dass wir im großen Ganzen auf einem guten Weg sind. Solche Rückschlage gehören dazu, um zwei Schritte nach vorne zu machen. Das ist ein Entwicklungsprozess und da ist kein Grund, irgendwelche Dinge infrage zu stellen." Das betrifft auch die Qualität der Spieler: "Es ist ein Spiel gewesen, wo wir es nicht gut gemacht haben. Das ist der Stand. Das hat aber keine Auswirkungen auf die Qualität des Kaders oder dass wir diese in Frage stellen."

Glasners Selbstkritik: "Ganz klar unsere Schuld"

Eine lückenlose Aufarbeitung wird es dennoch geben und vor allem die macht auch Hoffnung. Trainer Oliver Glasner sagte im Anschluss an die Partie: "Es ist ganz klar unsere Schuld. Wir suchen die auch bei niemand anderem. Es ist wichtig, dass jeder bei sich beginnt. Ich bei mir. Ich werde bei mir beginnen." Die Konfrontation mit der eigenen Leistung sei maßgeblich für die Weiterentwicklung: "Es geht darum, sich mit den Sachen auseinanderzusetzen und zu sagen: 'Ja, das habe ich schlecht gemacht. Das müssen wir uns eingestehen.' So ehrlich müssen wir sein. Dann bin ich zuversichtlich, dass wir es besser machen werden." 

"Kein Problem der Restverteidigung"

Wichtig war es Glasner zudem nach dem Spiel zu betonen, dass die Defensivschwächen nicht aus einer mangelnden Restverteidigung entstanden sind. Ein Thema, das dem 46-jährigen Österreicher sehr wichtig ist: "Das ist kein Problem der Restverteidigung. In vielen Situationen geht es um Basics. Wir verteidigen nicht konsequent. Die Restverteidigung war gut, die Umsetzung mangelhaft. Darum geht es. Das eine ist Taktik, das andere sind Basics. Organisation kommt erst danach. In den Basics waren wir heute nicht gut genug." Die klare Ansprache und die klare Analyse machen Hoffnung, dass die Eintracht binnen einer Woche aus ihren Fehlern lernt und zum Auftakt der Bundesliga am Samstag (18:30 Uhr) wieder ein anderes Gesicht zeigt.  

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Benjamin Heinrich  
10.08.2021