Vertrag läuft aus

"Der größte Härtefall" - Muss Heintz Freiburg verlassen?

Dominique Heintz (l.) hat in Freiburg einen schweren Stand. Foto: Getty Images.
Dominique Heintz (l.) hat in Freiburg einen schweren Stand. Foto: Getty Images.

Der Vertrag von Dominique Heintz beim SC Freiburg endet am 30. Juni 2022. Trotz ordentlicher Leistungen in der Vergangenheit hat der Innenverteidiger keine Chance, Argumente für eine Verlängerung zu sammeln. Der Grund: Die Konkurrenz ist zu stark.

Als Dominique Heintz im Sommer 2018 vom 1. FC Köln zum SC Freiburg gewechselt ist, eroberte sich der 28-jährige Innenverteidiger einen Stammplatz und absolvierte in der ersten Saison alle 34 Bundesligaspiele. In den Folgejahren kam Heintz 28 respektive 21 Mal in der Bundesliga zum Zug, doch seit dieser Saison findet er sich auf der Bank wieder.

Hartenbach: "Heintzi ist der größte Härtefall im Kader"

Einzig beim Auftaktspiel gegen Arminia Bielefeld (0:0) wurde Heintz eingesetzt, absolvierte 28 Spielminuten. In der Viererkette haben Philipp Lienhart und Nico Schlotterbeck die Nase vorn, in der Dreierkette wird das Duo von Manuel Gulde unterstützt. "Heintzi ist gerade der größte Härtefall im Kader", weiß Sportdirektor Klemens Hartenbach, der vom kicker zitiert wird. "Das tut jedem von uns Verantwortlichen am meisten weh, weil er so ein guter Typ ist. Aber so ist der Sport, es geht um sportliche Entscheidungen."

"Da hilft nur eins: Jeden Tag im Training Gas geben"

Sich plötzlich auf der Ersatzbank wiederzufinden, ohne über einen längeren Zeitraum in schwacher Form gewesen zu sein, sei "Teil des Profilebens", sagte Hartenbach. "Heintzi erlebt zum ersten Mal in seiner Karriere eine so extreme Phase. Da hilft bei aller Enttäuschung nur eins: Jeden Tag im Training Gas geben, um für Tag X vorbereitet zu sein", weiß der 57-Jährige. Mit Blick auf den kommenden Sommer wird sich Heintz die Frage stellen müssen, ob eine Verlängerung im Schwarzwald Sinn ergibt oder nicht. Sollte er sich den Stammplatz zurückerobern, hätte er einige Argumente auf seiner Seite.

Florian Bajus  
19.11.2021