Köln spielt international

Deja-vu? Wieso Kessler keine Abstiegsangst hat

Thomas Kessler fungiert beim 1. FC Köln als Lizenzspielerleiter. Foto: Getty Images.
Thomas Kessler fungiert beim 1. FC Köln als Lizenzspielerleiter. Foto: Getty Images.

Als sich der 1. FC Köln letztmals für den Europapokal qualifizierte, stiegen die Geißböcke ein Jahr später in die 2. Bundesliga ab. Lizenzspielerleiter Thomas Kessler ist optimistisch, dass sich dieses Szenario nicht wiederholen wird.

Der fünfte Tabellenplatz der Saison 2016/17 und die damit verbundene Qualifikation für die Europa League war der Höhepunkt in der Entwicklung des 1. FC Köln unter Jörg Schmadtke und Peter Stöger. Nur ein Jahr später sah die Lage am Geißbockheim jedoch ganz anders aus. Mit nur 22 Punkten stieg der FC unter Stefan Ruthenbeck in die 2. Bundesliga ab und anstelle von Schmadtke war Armin Veh verantwortlich für die Sportliche Leitung. 

Kessler: Darum steigt der FC nicht ab

Als Köln in der Saison 2020/21 erst in der Relegation gegen Holstein Kiel den Klassenerhalt erreichte, wirkte der Europapokal in weiter Ferne. Unter dem neuen Trainer Steffen Baumgart zeigte die Mannschaft allerdings ein anderes Gesicht, bot über weite Strecken überzeugende Leistungen und erreichte am Ende den siebten Tabellenplatz, der durch den Pokalsieg von RB Leipzig die Teilnahme an den Play-offs zur Europa Conference League ermöglichte. Dem FC winken nach fünf Jahren erstmals wieder internationale Spiele - und diesmal ist Thomas Kessler überzeugt, dass der Verein nicht abstürzen wird. "Weil es auch in der kommenden Spielzeit nur um ein übergeordnetes Ziel geht. Wir wollen schnellstmöglich die 40 Punkte Marke knacken und die Klasse halten", betonte der Lizenzspielerleiter im Express.

Kessler bremst Erwartungen

"Darüber hinaus haben wir jetzt die Chance uns über die Playoffs für die Gruppenphase der Conference League Gruppenphase zu qualifizieren. Ich erlebe dafür einen Verein, unsere Mitarbeiter und Spieler, die alles dafür tun werden, um diese Ziele gemeinsam zu erreichen", erläuterte Kessler, der vor überschwänglicher Euphorie warnte: "Ich appelliere an alle, dass unser kommendes Jahr kein Selbstläufer wird. Wir brauchen in jeder Phase die gleiche Unterstützung wie in der abgelaufenen Saison."

"Müssen nachhaltig gute Entscheidungen treffen"

Trotz der erfolgreichen Spielzeit 2021/22 wartet laut Kessler noch viel Arbeit auf die FC-Verantwortlichen, nachdem die Corona-Pandemie die Misswirtschaft der vergangenen Jahre aufgedeckt und die finanzielle Situation verschlimmert hat. "Wir müssen nachhaltig gute Entscheidungen treffen, die den 1. FC Köln auch in zukünftig gut dastehen lassen", sagte der Ex-Keeper. "Für uns in der sportlichen Leitung geht es darum, einen seriösen Job zu machen. Bei allem um die Mannschaft herum, trotz der wirtschaftlich schwierigen Situation, an kleinen Stellschrauben zu drehen und den Klub stetig weiter zu professionalisieren." Damit sich der Verein wirtschaftlich und sportlich stabilisiert.

Florian Bajus  
06.06.2022