Sechstes Spiel

Dauer-Deja-Vu: Eintrachts Last-Minute-Wahnsinn im Überblick

Die Eintracht konnte erneut einen Treffer in der Nachspielzeit bejubeln. Foto: Getty Images

Seit dem 30. September punktete Eintracht Frankfurt in Pflichtspielen sechsmal in der Nachspielzeit. Eine historische Marke und ein Zeichen von Mentalität und Qualität. Zehn Punkte holten die Hessen mit ihren späten Toren. fussball.news gibt einen Überblick zum Last-Minute-Wahnsinn der Eintracht.

Aus dem Deutsche Bank Park in Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich 

Ein 1:0-Auswärtssieg bei Royal Antwerpen, ein 1:1-Remis gegen RB Leipzig, ein Auswärtsdreier in der Europa League bei Olympiakos Piräus (2:1), der Befreiungsschlag in der Bundesliga mit einem 2:1-Sieg bei der SpVgg Greuther Fürth, ein 2:2-Unentschieden zuhause gegen Antwerpen und nun der erste Bundesliga-Heimsieg von Trainer Oliver Glasner mit der Eintracht beim 2:1 gegen Union Berlin: Jedes Mal schlugen die Frankfurter erst in der Nachspielzeit. "Es ist schon immer sehr nervenaufreibend. Die Jungs belohnen sich dafür. Es ist wichtig, dass du als Mannschaft nicht aufgibst. Das haben die Spieler in sich. Das ist auch für uns Verantwortliche schön zu sehen", erklärte Sportvorstand Markus Krösche nach dem Spiel auf Nachfrage von fussball.news und ergänzte: "Das ist kein Zufall und kein Glück, das ist ein Qualitätsmerkmal." Die Historie des Last-Minute-Wahnsinns:

30. September / Royal Antwerpen / 90.+1

Lange sah es zwischen Royal Antwerpen und Eintracht Frankfurt in der Europa League nach einer Nullnummer aus. In der 90. Minute allerdings bekamen die Hessen nach Foul an Jesper Lindström einen Strafstoß zugesprochen. Der eingewechselte Gonçalo Pacienca trat an und verwandelte in der ersten Minute der Nachspielzeit zum 1:0-Auswärtssieg.

30. Oktober / RB Leipzig / 90.+4

In allen Statistiken unterlegen, stand die Eintracht im Heimspiel gegen RB Leipzig kurz vor der Niederlage. Doch einen Freistoß von Filip Kostic köpfte Innenverteidiger Tuta am zweiten Pfosten in der vierten Minute der Nachspielzeit ein - zum späten 1:1 und dem Punktgewinn für die Eintracht. 

4. November / Olympiakos Piräus / 90.+2

Bei der Auswärtspartie in Piräus konnte die Eintracht das vorzeitige Weiterkommen in der Europa League fix machen. Zwei Joker machten den 2:1-Sieg in der Nachspielzeit perfekt. Jesper Lindström legte nach einem Konter quer auf Jens Petter Hauge, der in der zweiten Minute der Nachspielzeit zum Sieg einschob.

7. November / SpVgg Greuther Fürth / 90.+4

Drei Tage später ging es für Eintracht Frankfurt zur SpVgg Greuther Fürth. Von vielen als Endspiel für Trainer Oliver Glasner ausgerufen, spielten die Hessen eine miserable erste Hälfte. Angreifer Rafael Santos Borre erlöste die Frankfurter aber nach Flanke von Kostic und Kopfballverlängerung von N'Dicka in der vierten Minute der Nachspielzeit mit dem Siegtreffer. Kurios: Die Fürther hatten zuvor in der Nachspielzeit den Ausgleich erzielt.

25. November / Royal Antwerpen / 90.+4

Goncalo Paciencia ist Eintrachts Antwerpen-Experte. Der Portugiese traf auch im Heimspiel der Europa League gegen die Belgier. Für einen Sieg reichte es zwar nicht, sein sehenswerter Kopfball nach Kostic-Flanke in der vierten Minute der Nachspielzeit rettete aber immerhin den einen Punkt.

28. November / Union Berlin / 90.+5

Noch später traf die Eintracht drei Tage später gegen Union Berlin. Nach einer starken Vorstellung über 90 Minuten brauchte es fünf Minuten der Nachspielzeit, ehe wieder eine Flanke des Serben Kostic zu einem Treffer führte: Evan N'Dicka köpfte, in der Luft stehend, ein und setzte wortwörtlich in letzter Sekunde den Schlusspunkt unter die Partie. Der vorläufige Höhepunkt des Last-Minute-Wahnsinns. 

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Benjamin Heinrich  
29.11.2021