Paderborn-Torjäger

"Das war nicht fair": Ex-Gladbacher Michel kritisiert Favre

Michel ist beim SCP in Galaform. Foto: Getty Images
Michel ist beim SCP in Galaform. Foto: Getty Images

Sven Michel ist nach gängiger Expertenmeinung der beste Spieler der bisherigen Zweitliga-Saison. Der Angreifer war für den SC Paderborn in 13 Spielen an 16 Toren direkt beteiligt. Mit 31 Jahren erlebt er die Blütezeit seiner Karriere.

Mit den Ostwestfalen spielte Michel in der Saison 2019/20 in der Bundesliga, die der SCP auch in der laufenden Saison avisieren könnte. Dem Stürmer gelangen immerhin fünf Treffer im Oberhaus, auf das er in seiner Laufbahn schonmal Anlauf genommen hatte. 2013 wechselte der gebürtige Siegerländer in die zweite Mannschaft von Borussia Mönchengladbach, zeigte starke Leistungen und wurde zu den Profis befördert. "Doch am Ende hatte ich unter dem damaligen Trainer Lucien Favre keine Chance", berichtet Michel gegenüber Sport Bild von seiner Zeit in Gladbach.

"Ich wurde ihm vor die Nase gesetzt"

"Ich wurde ihm vor die Nase gesetzt", erklärt der pfeilschnelle Angreifer, warum er unter Favre nicht zum Zug kam. Der Schweizer habe nach zwei Wochen von Michel im Profitraining in einem Interview sogar nachfragen müssen, um welchen Spieler es überhaupt gehe, erinnert der 31-Jährige. "Das war nicht fair, ich verlor die Lust und ging 2014 nach Cottbus und von dort 2016 nach Paderborn", so Michel weiter. Gewissermaßen stellte der Abschied von Borussia Mönchengladbach schon sein zweites Scheitern bei einem Top-Klub dar.

Beim BVB "körperlich zu schwach"

Was viele nicht auf dem Schirm haben werden: Michel spielte einst im Nachwuchs von Borussia Dortmund. 2003/04 war er unter anderem Teamkollege von Nuri Sahin. "Nach einem Jahr war es vorbei. Auch weil ich körperlich zu schwach war", erinnert der SCP-Torjäger. Ein großes Problem seien die vielen Reisekilometer von der Heimat in Siegen nach Dortmund gewesen. "Denn ich konnte im Bus des BVB-Fahrservices auch keine Schulsachen machen, weil ich reisekrank werde", erklärt Michel.

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Lars Pollmann  
17.11.2021