Fehlstart

Dardai: "Wahrscheinlich sucht Hertha einen großen Trainer"

Dardai hat mit Hertha einen Fehlstart hingelegt. Foto: Imago
Dardai hat mit Hertha einen Fehlstart hingelegt. Foto: Imago

Hertha BSC hat mit drei teils deutlichen Niederlagen einen klassischen Fehlstart in die neue Bundesliga-Saison hingelegt. Nach dem 0:5 beim FC Bayern am Samstagabend scheint Pal Dardai schon reichlich resigniert. Der Ungar stellt seinen Verbleib auf der Trainerbank selbst in Frage.

"Ich hänge nicht an meinem Sitz. Ich helfe aus. Wahrscheinlich sucht Hertha einen großen Trainer, Pal ist ein kleiner Trainer", zitiert die Bild-Zeitung den Ex-Profi. Dardai hatte im Januar wieder den Cheftrainer-Posten übernommen, zuvor war er nach seiner ersten viereinhalbjährigen Amtszeit und einer Pause in den Nachwuchsbereich der Hertha zurückgekehrt. "Ich gehe auch zur U16 zurück. Ich will keine Last sein", betont der 45-Jährige nun.

"Die Träume sind so riesig in Berlin"

Anstoß nimmt der Übungsleiter derweil an der Erwartungshaltung, die sich rund um Hertha seit den großen Investitionen von Lars Windhorst entwickelt hat. "Die Träume sind so riesig in Berlin", sagt Dardai, der selbst ein eher bescheidener Typ ist. "Ich brauche keinen Hubschrauber, bin zufrieden mit meinen Leben in Westend. Wenn das für die Fans alles nicht schön ist, dann ist Pal weg."

"Ich mache mit, bis ein großer Trainer kommt"

Wichtig ist Dardai dabei die Feststellung, dass sich seine kritischen Worte nicht an die Chefs um Fredi Bobic richten. Dennoch wirken sie beinahe wie ein Angebot, einen Trainerwechsel zu vollziehen. "Ich bin hier solange es sein soll. Ich mache mit, bis ein großer Trainer kommt, will bis dahin das Maximum rausholen", erklärt Dardai. Hertha BSC ist aktuell neben dem TSV Havelse das einzige Team im deutschen Profifußball, das noch keinen Punkt in der neuen Saison geholt hat.

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Lars Pollmann  
29.08.2021