Hertha BSC

Dardai: "Haben psychologische Unterstützung angeboten"

Dardai und Co. müssen den Tod von Bernstein verarbeiten. Foto: Getty Images
Dardai und Co. müssen den Tod von Bernstein verarbeiten. Foto: Getty Images

Der Rückrundenauftakt von Hertha BSC in der 2. Bundesliga am Sonntag gegen Fortuna Düsseldorf steht im Zeichen der Trauer um den plötzlich verstorbenen Präsidenten Kay Bernstein. Die Alte Dame will des Klubchefs mit einem Heimsieg gedenken. Pal Dardai glaubt, dass seine Mannschaft bereit dafür ist.

Mannschaft hinterließ "guten Eindruck"

"Natürlich hat diese Nachricht uns alle schwer getroffen – auch die Spieler. Aber die Mannschaft hat in den letzten Tagen einen guten Eindruck gemacht. Wir sind offen mit dieser Situation umgegangen", erklärt der Chefcoach im Vorfeld der Partie. Auf eine klassische Pressekonferenz hat Hertha umständehalber verzichtet, Dardai (Kay hätte das in diesem Moment genossen) beantwortete schriftlich eingereichte Fragen von Medienvertretern. Der Ex-Profi war in dieser Woche als Kommunikator besonders gefragt, die Profis des Zweitligisten haben aber auch anderweitige Angebote erhalten.

"Jeder verarbeitet seine Trauer individuell"

"Wir haben jedem psychologische Unterstützung angeboten. Jeder hatte eine unterschiedliche Beziehung zu Kay Bernstein. Manche kennen das Gefühl von Verlust, andere vielleicht nicht. Jeder verarbeitet seine Trauer individuell", weiß Dardai, dass es kein allgemeingültiges Rezept gibt, mit dem Tod des Präsidenten umzugehen. "Wir haben ein professionelles Umfeld, das uns erlaubt, uns auf unsere Arbeit zu konzentrieren. Aber was am Spieltag passiert, kann ich natürlich noch nicht vorhersagen", räumt der Cheftrainer ein.

"Mit einem Sieg ein wenig Dampf ablassen"

Klar ist schon jetzt, dass eine besondere Atmosphäre herrschen wird. Die Frage lautet, ob die Profis daraus Kraft ziehen können, oder es eher zur Belastung wird. Beides wäre verständlich und muss bei der Bewertung der Leistung und des Ergebnisses gegebenenfalls berücksichtigt werden. "Ich wünsche mir für uns, dass wir nach diesem besonderen Spiel mit einem Sieg ein wenig Dampf ablassen können", sagt Dardai. "Denn jetzt spürt man diese Anspannung sehr." Hertha hat auf Tabellenplatz sieben überwintert, hat durchaus noch Chancen, in den Aufstiegskampf einzugreifen.

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Lars Pollmann  
19.01.2024