Nur den Sohn in der Hinterhand

Dardai: "Bei den Verteidigern darf nichts mehr passieren"

Dardai hat nur wenig personelle Alternativen in der Abwehr. Foto: Matthias Hangst/Getty Images
Dardai hat nur wenig personelle Alternativen in der Abwehr. Foto: Matthias Hangst/Getty Images

Pal Dardai hat am Wochenende den ersten Punkt seiner zweiten Amtszeit bei Hertha BSC erzielt. Das 1:1 beim VfB Stuttgart galt der Alten Dame als sinnvoller Schritt nach vorn. Im Abstiegskampf sind aber noch viele zu gehen und der Chefcoach hat eine dünne Personaldecke.

Auf gleich sechs potenzielle Stammspieler muss der Ungar im Training aktuell verzichten. Vor allem in der Defensivzentrale ist die Luft dünn. "Bei den Verteidigern darf nichts mehr passieren, da haben wir nur noch Marton Dardai", zitiert die Bild-Zeitung den Übungsleiter. Der angesprochene Backup ist einer der Söhne von Pal Dardai, 19 Jahre alt und hat erst zwei Kurzeinsätze in der Bundesliga auf dem Buckel.

"Ich beschwere mich nicht"

Grundsätzlich will Dardai über seine Situation nicht jammern. "Mehr Punkte und weniger verletzte Spieler wären besser. Aber ich beschwere mich nicht, wir müssen mit harter Arbeit da durch", sagt der einstige Mittelfeldmann. Immerhin bringt die Lage auch Chancen mit, für Spieler die zuletzt nicht oft im Einsatz waren. Sie können und müssen "in die Bresche springen", wie Dardai sagt. Womöglich gilt das bald auch für seinen Sohn. Dessen älteren Bruder Palko hatte er zwischen 2017 und '19 schon zwölfmal bei Hertha BSC zum Einsatz gebracht.

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Lars Pollmann  
16.02.2021