Routinierter Rückkehrer

Da Costa über die "jungen Wilden" der Eintracht

Danny da Costa (r.) mit einem der "Jungen Wilden" bei der Eintracht: Kesper Lindström. Foto: Imago

Beim Testspiel mit Eintracht Frankfurt gegen den SV Sandhausen (1:0) stand Danny da Costa im zweiten Durchgang als Kapitän auf dem Feld - und mit einer sehr jungen Mannschaft. Im Anschluss sprach der 28-Jährige über die "Jungen Wilden" am Main.

Aus dem Deutsche Bank Park in Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Vor kurzem erst ist Danny da Costa Vater geworden. Wenn er bei Eintracht Frankfurt auf dem Platz steht, fühlt er sich fast auch so. Nach dem 1:0 gegen den SV Sandhausen sagte der Rechtsverteidiger auf Nachfrage von fussball.news mit einem Lachen im Gesicht: "Da kommt man sich fast schon alt vor." Zuvor stand der Defensivspieler in der zweiten Hälfte mit acht Spielern auf dem Platz, die noch keine 20 Jahre alt sind. Diese führte da Costa als Ältester und als Kapitän an.

Nach seiner Rückkehr vom FSV Mainz 05, wohin da Costa in der vergangenen Rückrunde ausgeliehen war, hat sich bei der Eintracht ein bisschen was im Kader getan. Die Verantwortlichen haben einige Talente an den Main gelotst, die schon früh ihren Weg bei den Profis suchen dürfen und finden sollen. "Man hat in der zweiten Halbzeit gesehen, dass die Jungen es sehr gut gemacht haben. Auch die Spieler, die teilweise noch U19 spielen können, haben das Spiel von der ersten Minute an sehr gut angenommen und die Dinge umgesetzt, die wir uns vorgenommen haben", schwärmte da Costa.

Da Costa erinnert sich zurück

Mit seinen 28 Jahren und der Erfahrung von über 200 Profispielen gehört da Costa zu den Erfahreneren in Eintrachts Kader. "Es ist schön in dem Alter schon dabei zu sein und Testspiele machen zu können. Es ist bei mir schon eine ganze Weile her, aber ich weiß selbst noch ganz genau, wie es ist zum ersten Mal oben Spiele zu machen. Da ist natürlich  eine gehörige Portion Respekt dabei. Es ist schon was anderes, wenn man gegen eine U19-Mannschaft spielt oder gegen einen Zweitligisten, der nächste Woche schon startet und eine gewisse Abgeklärtheit und Abgebrühtheit hat", zog er Parallelen zu seinen ersten Schritten im Profibereich. 

Große Hoffnungen ruhen bei Frankfurts "Jungen Wilden" vor allem auf dem 17-jährigen Fabio Blanco und dem 19-jährigen Ali Akman. Beide standen gemeinsam mit da Costa in der zweiten Hälfte gegen Sandhausen auf dem Platz, beide zeigten eine ansprechende Leistung. "Sie wachsen aus solchen Spielen und lernen daraus. So wie sie es heute gemacht haben, war das richtig gut. Ich hoffe, dass ihnen das Spiel für ihre Entwicklung gut tut", lautete da Costas Wunsch, der in Zukunft wohl häufiger mit Youngstern auf dem Feld stehen wird. 

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Benjamin Heinrich  
18.07.2021