Frankfurt scheiterte denkbar knapp am Finale

Da Costa erinnert das Aus im Elfmeter-Drama: "Chelsea war noch mal ein ganz anderes Level"

Da Costa und Eintracht hatten die Sensation in den Fingern. Foto: Catherine Ivill/Getty Images
Da Costa und Eintracht hatten die Sensation in den Fingern. Foto: Catherine Ivill/Getty Images

Eintracht Frankfurt hat in der Saison 2018/19 nachhaltige Spuren in Europa hinterlassen. In der Europa League feierte der damals amtierende DFB-Pokalsieger einen Festabend nach dem nächsten. Erst im Halbfinale scheiterten Danny da Costa und Co. am FC Chelsea.

"Wir haben davor schon gegen Top-Mannschaften wie Inter oder Benfica gespielt, aber Chelsea war noch mal ein ganz anderes Level", erinnert der Außenverteidiger gegenüber der Bild-Zeitung. "Schon im Hinspiel sind die mit einer Selbstverständlichkeit aufgetreten – unglaublich." Dennoch wähnt da Costa die Eintracht rückblickend völlig zurecht auf Augenhöhe mit den Blues. Die Mannschaft konnte das Niveau des englischen Spitzenklubs mitgehen, "weil jeder über sich hinausgewachsen ist", so der 27-Jährige.

"Du, wir sind auf dem Weg nach Baku"

So zwang Frankfurt den haushohen Favoriten an der Stamford Bridge ins Elfmeterschießen. Dort wähnte da Costa sich mit Eintracht schon kurz vor dem Ziel. "Als Kevin Trapp im den zweiten abgewehrt hat und Jonathan de Guzman zum 4:2 trifft, sage ich zu Simon Falette: 'Du, wir sind auf dem Weg nach Baku.'" In der Hauptstadt Aserbaidschans fand das Endspiel statt. Doch Martin Hinteregger und Goncalo Paciencia vergaben ihre Versuche, Superstar Eden Hazard beendete den Traum von Eintracht Frankfurt. Dennoch denkt da Costa gerne an den Abend zurück, an dem die Hessen einen Klub von Weltrang am Rande der Niederlage hatten. "Ich werde dieses Spiel nie vergessen und auch immer in positiver Erinnerung behalten."

Profile picture for user Lars Pollmann
Lars Pollmann  
05.08.2020