Hertha-Star im negativen Rampenlicht

Cunha, der Sündenbock? Matthäus: "Egoismus hilft Hertha nicht"

Matheus Cunha steht wie versteinert da, nachdem er einen Elfmeter für Hertha verschoss.
Matheus Cunha steht wie versteinert da, nachdem er einen Elfmeter für Hertha verschoss. (Foto: Soeren STACHE / POOL / AFP)

Matheus Cunha hat schon oft seine enorme fußballerische Qualität gezeigt, derzeit bringt der Angreifer von Hertha BSC diese aber nicht auf den Platz. In gewissen Kreisen wird der Brasilianer mit der Krise der Berliner gleichgesetzt. Sein Kapitän stärkt aber den Rücken.

Cunha ist erst 21 Jahre jung, hat aber unter anderem bei RB Leipzig und auch bei Hertha BSC schon in der Bundesliga gezeigt, was er kann. Bei der 1:4-Niederlage am Samstagabend gegen Werder Bremen wurde der Brasilianer eher als Sündenbock festgemacht. "Ein Cunha mit dieser Qualität sieht seinen Mitspieler Krzysztof Piatek. Das ist Egoismus, was der Mannschaft nicht hilft", kommentierte Sky-Experte Lothar Matthäus eine Szene aus der Partie, bei der Cunha selbst abschloss und verzog, als den mitgelaufenen Spieler einzusetzen. Zudem verschoss Cunha beim Stand von 0:1 einen Elfmeter.

Labbadia: "Uns fehlen die Argumente"

"Ich verstehe nicht, was Matheus hier ins Rampenlicht gestellt wird", setzte sich Hertha-Kapitän Niklas Stark für seinen Mitspieler ein. "Einen Elfmeter kann man verschießen, aber er hat nicht aufgegeben, war immer dran, hat weitergearbeitet", ergänzte Stark unmittelbar nach der Partie. Berlin-Trainer Bruno Labbadia sprach über Cunhas Fehlschuss: "Wenn er den schießt, dann muss er den auch machen." Nicht nur die Spieler von Hertha BSC stehen in der Hauptstadt nach der 1:4-Pleite hart in der Kritik, auch Labbadia selbst steht das Wasser bis zum Hals. "Uns allen fehlen die Argumente", so der 54-Jährige.

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Tom Jacob  
23.01.2021