Bayern 2:2 Leverkusen

"Come on, wir spielen Fußball": Müller hadert mit Entscheidungen

Müller haderte mit den Entscheidungen der Unparteiischen. Foto: Getty Images
Müller haderte mit den Entscheidungen der Unparteiischen. Foto: Getty Images

Der FC Bayern hat am Freitagabend den Sprung an die Tabellenspitze verpasst. Tief in der Nachspielzeit verloren die Münchner durch den Ausgleichstreffer von Bayer Leverkusen einen schon sicher geglaubten 2:1-Sieg. Thomas Müller ärgerte sich nicht nur über den vorausgegangenen Elfmeterpfiff, sondern auch eine Szene vor dem zwischenzeitlichen 1:1 der Werkself. 

 "Ist das Foul von ihm oder Foul von mir?"

Das Bayern-Urgestein und Alejandro Grimaldo gingen dabei beide mit hohem Bein zu Werke. "Ist das Foul von ihm oder Foul von mir?", wollte Müller im Interview beim Streamingdienst DAZN von Moderator Alexander Schlüter und Experte Michael Ballack wissen. "Habt ihr hier auch einen Schiri-Experten?", fragte der Nationalspieler weiter. Nach Ansicht der Szene blieb der 34-Jährige bei seiner Einschätzung, dass es jedenfalls kein Foul von ihm gewesen sei. Müller hatte Grimaldo von unten getroffen, sich selbst an der Sohle des Leverkuseners wehgetan.

"In England wäre er nicht gepfiffen worden"

Grundsätzlich wolle er sich nicht so sehr an Schiedsrichter-Entscheidungen aufhängen, "aber es sind eben zwei interessante Szenen vor den Gegentoren", so Müller. Vor allem die nach kurzem Videobeweis entschiedene Elfmeterszene zwischen Alphonso Davies und Jonas Hofmann dürfte die Gemüter dabei auch über den Freitagabend hinaus beschäftigen. "Schau mal wie er fällt", rief Müller Ballack zu. "Wir spielen schon noch einen Kontaktsport. Klar kannst du den pfeifen, du findest schon Argumente dafür. Aber er ist soft. In England wäre er nicht gepfiffen worden, da hast Du doch gespielt. Ihr merkt, ein bisschen aufgeregt bin ich schon. Come on, wir spielen Fußball, das ist ja Wahnsinn", so Müller, während er sich bereits vom Interviewtisch entfernte.

Unentschieden das "verdiente" Ergebnis

Zuvor hatte er aber auch noch versöhnliche Worte parat. Das 2:2 sei für beide Mannschaften letztlich "verdient" gewesen, da es hüben wie drüben noch einige Torchancen gab, um die Begegnung womöglich frühzeitig zu entscheiden. "Wir hätten vor der Halbzeit noch ein Tor machen müssen, Harry Kane hätte auch noch eins machen müssen. Danach hatten wir ein bisschen Glück, dass wir nicht in Rückstand geraten, und wir hatten Sven Ulreich." 

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Lars Pollmann  
15.09.2023