Bayern-Stürmer

Choupo-Moting fordert: "Nicht aufhören, gegen Rassismus zu kämpfen!"

Eric-Maxim Choupo-Moting kniete bei seinem Torjubel für den FC Bayern. Foto: Imago

Auch beim 2:0-Sieg des FC Bayern München in der Champions League gegen Lokomotive Moskau war der Rassismus-Vorfall vom Vortag ein großes Thema.

Eric-Maxim Choupo Moting erzielte für den FC Bayern München das 2:0 gegen Lokomotive Moskau. Der Jubel fiel anschließend besonders aus. Der Stürmer kniete sich hin und stand damit auf im Kampf gegen Rassismus. "Ich habe das Spiel gestern verfolgt", sagte der 31-Jährige auf Sky. Choupo Moting spielte bis zum Sommer selbst noch bei Paris Saint-Germain, dem Klub, der gemeinsam mit Gegner Basaksehir das Spiel aufgrund eines Rassismus-Vorfalles abbrach. "Es ist nach wie vor traurig, so etwas zu sehen, dass so etwas nach wie vor passiert. Aber es war eine sehr, sehr gute Reaktion der beiden Mannschaften", ergänzte der Offensivspieler.

Stürmer fordert: "Man darf nicht wegsehen"

Im Anschluss richtete er aber auch einen Appell an den Fußball und die Gesellschaft: "Man muss Zeichen setzen. Wir dürfen nicht aufhören, gegen Rassismus zu kämpfen. Wir dürfen das nicht dulden." Choupo-Moting erklärte den beiden Teams seinen Respekt und drückte seine Dankbarkeit aus: "Jeder in der Welt hat es gesehen!" Nachdem Pierre Webo, Co-Trainer von Basaksehier vom vierten Offiziellen rassistisch beleidigt wurde, verließen die Türken und Paris Saint-Germain gemeinsam den Platz und sorgten für einen Spielabbruch, der viel Aufsehen nach sich zog. Dennoch darf es nicht allein bei diesem Zeichen bleiben: "Der Kampf geht weiter, man darf nicht wegsehen, man muss aktiv sein und Stellung nehmen." So wie Choupo-Moting.

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Benjamin Heinrich  
10.12.2020