Topspiel am Samstag

Choreoverbot: HSV kritisiert Darmstädter Polizei

Die HSV-Fans werden ausgebremst. Foto: Getty Images
Die HSV-Fans werden ausgebremst. Foto: Getty Images

Das Gipfeltreffen der 2. Bundesliga am Samstagabend zwischen dem Spitzenreiter SV Darmstadt und seinem ärgsten Verfolger Hamburger SV schmeckt durchaus schon nach Bundesliga. Das dürfte auch für die Stimmung am Böllenfalltor gelten. Bei den Gästefans wird sie kurzfristig allerdings entscheidend gehemmt.

Eine geplante Choreographie im Auswärtsblock des Darmstädter Stadions entfällt. Wie die Rothosen mitteilen, "wurden entscheidende Teile der für den Gästebereich angemeldeten Choreografie aus Sicherheitsbedenken seitens der Einsatzführung der Polizei verboten". Besonders ärgerlich: Die Planungen hatten zuvor das Okay von den Lilien selbst, dem zuständigen Ordnungsdienst und der Feuerwehr erhalten. Aus welchen konkreten Gründen die Polizei nun ein Veto eingelegt hat, bleibt offen.

"Massiver Eingriff in die Fankultur"

"Das Verbot kreativer Ausdrucksmittel ist ein massiver Eingriff in die Fankultur. Wir lehnen kollektive Verbote und Einschränkungen wie diese ab, da sie weder zielführend noch gerechtfertigt sind", wird der ehemalige Bundesliga-Dino in seiner gemeinsamen Stellungnahme mit dem Supporters Club und dem HSV-Fanprojekt deutlich. Für die Zukunft wünschen sich alle Beteiligten darin "einen konstruktiveren Dialog mit Blick auf die Fußballkultur in unseren Stadien". Beim nächsten Duell zwischen Darmstadt und Hamburg könnten beide Klubs dabei Erstligisten sein. Abzuwarten bleibt, wie die Reaktion beider Fanlager am Samstagabend ausfällt.

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Lars Pollmann  
24.02.2023