Rüdiger, Werner und bald Havertz

Chelsea-Block im DFB-Team: Matthäus erkennt "Parallelen zu 1990"

Havertz folgt Werner wohl zum FC Chelsea. Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images
Havertz folgt Werner wohl zum FC Chelsea. Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

Der Kaugummi-Transfer von Kai Havertz zum FC Chelsea befindet sich wohl endgültig auf der Zielgeraden. Der Noch-Leverkusener wird nach Antonio Rüdiger und Timo Werner der dritte aktuelle DFB-Nationalspieler bei den Blues. Lothar Matthäus kennt die Vorteile einer solche Konstellation.

"Ich sehe beim Chelsea-Block, der mit dem Wechsel von Kai Havertz entstehen würde, Parallelen zu 1990: Damals gab es drei Spieler aus Mailand – man sprach vom Inter-Block", so der Rekordinternationale des DFB gegenüber der Bild-Zeitung. Seinerzeit spielten neben Matthäus auch Andreas Brehme und Jürgen Klinsmann bei den Nerazurri und für Deutschland. Sie trugen jeweils großen Anteil am Triumph bei der WM in Italien, Matthäus als Kapitän und bester Spieler, Klinsmann mit drei Treffern im Turnierverlauf und Brehme als Siegtorschütze im Finale gegen Argentinien.

"Wir waren erfahrener"

Ob schon bei der EURO 2021 ähnlich wichtige Rollen für Havertz, Rüdiger und Werner realistisch sind, ist wohl eher fraglich. "Wir waren damals erfahrener, die drei Spieler haben vielleicht noch nicht diese ausgeprägten Führungsqualitäten", schränkt auch Matthäus ein. Die drei Inter-Profis holten sich damals auch in der Serie A beträchtliches Selbstvertrauen, unter anderem mit der ersten Meisterschaft nach einer Durststrecke von einem Jahrzehnt. "Vielleicht schaffen Rüdiger, Werner und Havertz das gleiche in England bei Chelsea", sinniert der TV-Experte. Die Blues sind freilich erst 2017 das letzte Mal Premier-League-Champion geworden.

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Lars Pollmann  
03.09.2020