Ziel: Premier League oder Nati

Chapuisat: "Die Bundesliga dient als Sprungbrett für Fußballer aus der Schweiz"

Mit vielen bekannten Gesichtern aus der Bundesliga trat die Schweiz zuletzt im September gegen Deutschland an.
Mit vielen bekannten Gesichtern aus der Bundesliga trat die Schweiz zuletzt im September gegen Deutschland an. (Foto: imago)

Stephane Chapuisat spielte einst für Borussia Dortmund, wurde mit dem BVB Deutscher Meister und Champions League-Sieger. Heute arbeitet der 51-Jährige als Chefscout für den Schweizer Klub Young Boys Bern und erklärt, wieso die Bundesliga für die Schweizer Fußballer so wichtig ist.

Blickt man auf den aktuellen Kader der Schweizer Nationalmannschaft, haben mit Borussia Mönchengladbach, VfL Wolfsburg, Eintracht Frankfurt, 1. FSV Mainz 05 und FC Augsburg gleich fünf Bundesliga-Vereine Spieler an die Nati abgestellt. Zudem haben auch Borussia Dortmund, VfB Stuttgart und Arminia Bielefeld Schweizer in ihren Reihen. "Die deutsche Bundesliga spielt eine wichtige Rolle als Sprungbrett für Fußballer aus der Schweiz", erklärt Chapuisat im aktuellen DFB aktuell-Heft vor dem heutigen Nations League-Spiel Deutschland gegen die Schweiz (20.45 Uhr). "Wer sich in der Bundesliga durchsetzt, für den öffnet sich oft eine Tür in einer noch größeren Liga wie die Premier League."

"Stolze Zahlen für ein Land wie die Schweiz"

Vorgemacht haben es Granit Xhaka (FC Arsenal), Xherdan Shaqiri (FC Liverpool) und Fabian Schär (Newcastle United), die alle einmal für deutsche Klubs spielten und jetzt in der wahrscheinlich besten Liga der Welt, der Premier League auflaufen. "Aktuell sind immerhin acht Schweizer Profis in der Premier League beschäftigt - in der Bundesliga sind gar mehr als doppelt so viele. Das sind stolze Zahlen für ein kleines Land wie die Schweiz", findet Chapuisat beachtlich.

Aktuelle Bundesliga-Klubs mit Spielern aus Schweiz:

Borussia Mönchengladbach (5): Yann Sommer, Nico Elvedi, Michael Lang, Denis Zakaria, Breel Embolo

Borussia Dortmund (3): Roman Bürki, Marwin Hitz, Manuel Akanji

VfL Wolfsburg (3): Kevin Mbabu, Renato Steffen, Admir Mehmedi

Eintracht Frankfurt (2): Djibril Sow, Steven Zuber

FC Augsburg (1): Ruben Vargas

1. FSV Mainz 05 (1): Edimilson Fernandes

VfB Stuttgart (1): Gregor Kobel

Arminia Bielefeld (1): Cedric Brunner

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Tom Jacob  
13.10.2020