Zweiter Anlauf

Champions League-Träume mit der Eintracht? Das sagt Glasner

Wo geht die Reise hin für die Eintracht unter Trainer Oliver Glasner? Foto: Imago

Die ersten Spieler von Eintracht Frankfurt sprachen unter der Woche bereits vom großen Traum Champions League, den die Hessen in der vergangenen Saison denkbar knapp verpasst hatten. Nun äußerte sich auch der neue Trainer Oliver Glasner zur Königsklasse und ließ durchblicken, was ihm noch wichtiger ist als die Ambitionen seiner Spieler. 

Aus dem Deutsche Bank Park in Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

"Jetzt, wo man so nah dran war, will man das halt nächstes Jahr packen. Wenn man hinfällt, steht man wieder auf und probiert es erneut", sagte Eintrachts Mittelfeldspieler Djibril Sow zu einer möglichen Qualifikation für die Champions League in der kommenden Saison. Und selbst Routinier Makoto Hasebe, der mit seinen 37 Jahren im Profifußball schon so ziemlich alles erlebt hat, erklärte: "Ja, wir können über die Champions League sprechen." Träumerei oder professioneller Ehrgeiz? Trainer Oliver Glasner sagte zwei Tage vor dem Pflichtspielstart im DFB-Pokal bei Waldhof Mannheim am Sonntag (15:30 Uhr) auf Nachfrage von fussball.news: "Ich bin froh, dass die Spieler diesen Ehrgeiz haben und nicht sagen, wenn es Platz zwölf wird, ist das auch okay." 

"Alles dafür tun, diesen einen Punkt wettzumachen"

Der 46-Jährige hat Verständnis dafür, dass die Akteure, die letztes Jahr im Saisonfinale noch die große Chance auf die Königsklasse verspielt haben und diese Saison deshalb in der Europa League antreten, nun wieder angreifen wollen: "Sie haben die Ehrgeiz sich hier weiter zu verbessern und dann viel zu erreichen. Das ist völlig verständlich, wenn du am Ende um einen Punkt diese Champions League verpasst hast, dass du dann sagst, da sind wir nicht weit weg und werden jetzt alles dafür tun, dass wir diesen Punkt als Bild wettmachen." Doch der Österreicher sieht durchaus auch die Konkurrenzsituation in der Bundesliga: "Wenn acht Mannschaften jetzt sagen, wir wollen in die Champions League, dann weiß ich nicht, ob es nächstes Jahr acht Plätze für die Bundesliga?"

"Das Entscheidende ist die Umsetzung"

Das Formulieren des großen Zieles alleine reiche ohnehin nicht: "Das ist zu wenig. Entscheidend ist, was wir bereit sind, dafür zu investieren. Daran werden wir gemessen." Deshalb hat Glasner auch eine klare Aufgabe für seine Mannschaft: "Wenn wir bereit sind, sehr, sehr viel jeden Tag über eine lange Saison zu investieren, dann können wir auch viel erreichen. Daran müssen und werden wir uns messen lassen. Was leisten wir? Was investieren wir? Im Training, im jeden einzelnen Spiel." Dann darf die Dreifachbelastung gerne auch zu Glasners bereits beim Antritt formulierten "Dreifachbelohnung" werden: "Ich hoffe, dass es wieder 50 oder mehr Partien werden. Dann sind wir wieder in drei Wettbewerben lange dabei. Das ist die Challenge. Jetzt vor der Saison kann man sagen, man will das und das und das. Das Entscheidende aber ist die Umsetzung." Für den großen Traum wird die Eintracht in jedem Fall hart arbeiten müssen. 

Profile picture for user Benjamin Heinrich
Benjamin Heinrich  
06.08.2021