Fernduelle um Platz vier

Champions League? Hütter mit Kampfansage an den BVB

Eintrachts Trainer Adi Hütter will sich Platz vier vom BVB zurückholen. Foto: Imago

Erobert Eintracht Frankfurt sich im Saisonfinale noch einmal Platz vier in der Bundesliga zurück und erreicht damit zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte die Champions League? Hoffnung und Glaube sind am Main nach wie vor groß.

Die Ausgangslage für Eintracht Frankfurt ist vor den letzten beiden Spieltagen klar: Die Hessen müssen wohl ihre beiden Spiele beim FC Schalke 04 und gegen den SC Freiburg gewinnen und dann zeitgleich auf einen Ausrutscher von Borussia Dortmund hoffen. "Ich kann nur eines sagen: Die Mannschaft und wir alle glauben daran, dass wir das Ziel erreichen können", sagte Trainer Adi Hütter auf Nachfrage von fussball.news, ergänzte aber auch: "Wir haben es aufgrund des Unentschiedens gegen Mainz nicht mehr in der eigenen Hand. Aber ich finde, dass es immer wichtig ist, zu versuchen, die eigenen Hausaufgaben zu erledigen und die beiden Spiele zu gewinnen. Dann schauen wir mal, was Borussia Dortmund macht. Zuerst muss mal gespielt werden." 

"Wir glauben alle daran"

Der BVB triff in den letzten beiden Partien noch beim FSV Mainz 05 und gegen Bayer Leverkusen an. Es gibt durchaus einfachere Restprogramme. Hütter und die Eintracht glauben auf jeden Fall daran, dass sie sich den verlorenen Platz vier nochmal zurückholen können: "Den Fans kann ich nur sagen, dass wir alle daran glauben, dass wir es schaffen können. Dazu brauchen wir aber zwei Siege. Das Erreichen der Champions League ist immer noch das ganz große Ziel. Wir haben uns hohe Ziele gesteckt. Wir wollen allen zeigen, dass die Jungs alles dafür tun, diesen außergewöhnlichen Platz zu erreichen." Zweifel an der eigenen Motivation lässt der 51-Jährige nicht zu: "Das Feuer brennt in mir. Seit dem ersten Tag. Vielleicht können wir jetzt eine 'Jetzt-erst-recht-Mentalität' an den Tag legen. Ich brenne noch mehr als vorher, bis zum letzten Tag."

Hütter will, dass die Fans die Champions League-Hymne hören

Nach den letzten vier Spielen, in denen die Eintracht nur vier Punkte erzielte, holte Borussia Dortmund sieben Punkte Rückstand auf und setzte sich mit einem Punkt vor die Frankfurter. Von einer Krise wollte Hütter auf erneute Nachfrage von fussball.news aber nichts wissen: "Wenn wir jetzt von einer Krise sprechen, bei Platz vier oder fünf, dann wissen wir, was wir mittlerweile schon bewegt haben, dass die Erwartungshaltung so steigt. Wir reden hier von Platz vier oder fünf, nicht von Abstiegskampf oder Relegation." Vermeintliche Krisen "gehören aber auch immer wieder dazu, um zu wachsen", ergänzte er. Ohnehin gehe es aber aktuell auch gar nicht mehr um seine Person, "sondern um das große Ganze. Ein Riesenziel mit Eintracht Frankfurt erreichen zu können, Champions League spielen zu können, dass die Fans nächste Saison hier die Hymne hören können. Dafür kämpfen wir, dafür fighten wir." Und dafür müssen die Hessen den BVB oder auch den VfL Wolfsburg (drei Punkte vor Frankfurt) überholen.

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Benjamin Heinrich  
14.05.2021