Paneuropäisches Turnier

Ceferin kritisiert EURO-Format: "Denke nicht, dass wir es noch einmal machen"

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin plant keine zweite paneuropäische EURO. Foto: Imago.
UEFA-Präsident Aleksander Ceferin plant keine zweite paneuropäische EURO. Foto: Imago.

Zum ersten Mal wurde die EURO in mehr als zwei Gastgeberländern ausgetragen. Insgesamt wählte die UEFA elf Standorte aus elf unterschiedlichen Ländern aus. Eine Wiederholung des paneuropäischen Turniers ist laut Verbandspräsident Aleksander Ceferin jedoch unwahrscheinlich.

"Es ist eine interessante Idee, aber schwer umzusetzen. Ich denke nicht, dass wir es noch einmal machen", sagte Ceferin im BBC-Podcast "The Sports Desk". Es sei "nicht richtig, dass einige Mannschaften über 10.000 Kilometer reisen mussten und andere nur 1000. Es war auch nicht fair gegenüber den Fans", so der UEFA-Präsident.

England nur einmal außerhalb vom Wembley

England bestritt beispielsweise wie Deutschland, Dänemark und Italien alle Gruppenspiele im eigenen Land, jedoch wurden das Achtelfinale (2:0 gegen Deutschland) und das Halbfinale (2:1, n.V. gegen Dänemark) der Three Lions ebenfalls im Wembley-Stadion ausgetragen. Dort findet auch das Endspiel gegen Italien statt. Die Dänen reisten derweil zum Achtelfinale gegen Wales (4:0) nach Amsterdam und zum Viertelfinale gegen Tschechien (2:1) nach Baku. Noch häufiger musste die Schweiz reisen. Die Eidgenossen absolvierten zwei Gruppenspiele in Baku und eines in Rom. Das Achtelfinale gegen Frankreich (5:4, n.E.) wurde in Bukarest gespielt, das Viertelfinale gegen Spanien (1:3, n.E.) fand in Sankt Petersburg statt.

Florian Bajus  
09.07.2021