UEFA-Boss kündigt Konsequenzen für ESL-Klubs ab

Ceferin: "Können nicht so tun, als sei nichts passiert"

Ceferin und die UEFA gehen als Sieger aus dem ESL-Drama hervor. Foto: Imago
Ceferin und die UEFA gehen als Sieger aus dem ESL-Drama hervor. Foto: Imago

Aleksander Ceferin ist gestärkt aus der intensivsten Woche seiner Präsidentschaft der UEFA hervorgegangen. Der Kontinentalverband hat mit seiner aggressiv ablehnenden Haltung mit dazu beigetragen, dass sich die European Super League als Totgeburt erwiesen hat. Der Slowene kündigt für die zwölf geplanten Gründungsmitglieder nun Konsequenzen an, vor allem der FC Barcelona, Juventus und Real Madrid müssen sich dabei in Acht nehmen.

"Sie müssen alle die Konsequenzen dafür tragen, was sie getan haben. Wir können nicht so tun, als sei nichts passiert", so der 53-Jährige gegenüber der britischen Boulevardzeitung Mail on Sunday. Schließlich seien die Probleme, die die zwölf Klubs nun haben, hausgemacht. "Es ist nicht okay, was sie getan haben, und wir müssen schauen, was wir jetzt tun müssen", sagt Ceferin. Dabei verrät er nicht konkret, welche Maßnahmen die UEFA gegen die Klubs aus England, Italien und Spanien überhaupt ergreifen könnte.

"Gewisse Größe" bei den sechs Engländern

Bei den Klubs unterscheidet Ceferin derweil zwischen drei Gruppen. Die sechs englischen Klubs, die mit ihrem Ausstieg aus der Super League das Projekt faktisch auf den Weg ins Grab gebracht haben, lobt er für ihre schnelle Einsicht eines groben Fehlers. "Es braucht eine gewisse Größe um zu sagen: 'Ich lag falsch'", so der UEFA-Boss. Als zweite Gruppe macht er die AC Mailand, Inter Mailand und Atletico Madrid aus, deren Abschied aus der Super League den Engländern folgte.

Barca, Juventus und Real als 'Flat Earther'

Am wenigsten Nachsicht bringt Ceferin durchaus erwartungsgemäß gegenüber der dritten Gruppe auf. Die zugehörigen Klubs spricht er nicht einmal aus, es handelt sich um den FC Barcelona, Juventus und Real Madrid. "Diese Vereine glauben, dass die Erde flach ist und die Super League noch immer existiert", ätzt der Slowene. "Es gibt einen großen Unterschied zwischen diesen Gruppen. Aber jeder wird zur Rechenschaft gezogen." Offen bleibt dabei bloß, in welcher Form das geschehen kann und soll.

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Lars Pollmann  
25.04.2021