Neuer VfB-Leitwolf

Castro: Rolle des Kapitäns wird überschätzt

Gonzalo Castro gehört seit 2018 dem VfB an.
Gonzalo Castro gehört seit 2018 dem VfB an. Foto: Getty Images

Mit 384 Einsätzen in der Bundesliga ist Gonzalo Castro der Routinier unter den meist sehr jungen Profis des VfB Stuttgart. Castro soll nun die "jungen Wilden" als Kapitän der Schwaben anführen - der 33-Jährige will aber seine neue Rolle nicht zu hoch gehängt wissen. 

"Man führt die Truppe auf dem Feld und steht nach außen in erster Linie für die Leistung seiner Mannschaft. Aber viel Unterschied zwischen einem normalen Führungsspieler und dem Kapitän gibt es nicht“, sagte Castro in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Auf die Frage, ob das Kapitänsamt überschätzt sei, antwortete Castro eindeutig: „Ja, natürlich!" So würden auch jüngere Spieler heute mehr Verantwortung im Team übernehmen können - zudem habe sich durch Corona auch die Bedeutung des Kapitäns relativiert, der ja nicht mal mehr die Mannschaft vor Spielbeginn und ausverkauftem Stadion aufs Feld führe, da man sich durch die Hygiene-Verordnungen eher wie bei einem "Hobbykick" irgendwann auf dem Rasen treffe.

VfB stellt zweitjüngstes Team der Bundesliga

Castro äußerte dennoch seinen Stolz darüber, nun Kapitän des VfB Stuttgart zu sein. "Nach all den Jahren ist das schon eine Bestätigung dafür, dass man doch ein paar Sachen richtig gemacht hat“, erklärte Castro, der nicht nur der erfahrenste Spieler des VfB Stuttgart ist, sondern mit 33 Jahren auch der älteste Profi. Mit einem Altersschnitt von 24 Jahren stellt das Team von Trainer Pellegrino Matarazzo das zweitjüngste Team der Bundesliga. Nur RB Leipzig mit einem Schnitt von 23,8 Jahren übertrifft den VfB noch.

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Daniel Michel  
25.09.2020