Weltkarriere endete wegen Herzproblemen

"Ungebührender Abschied" von Real Casillas' schlimmste Erinnerung

Casillas bei seiner Abschieds-Pressekonferenz 2015. Foto: PIERRE-PHILIPPE MARCOU/AFP via Getty Images
Casillas bei seiner Abschieds-Pressekonferenz 2015. Foto: PIERRE-PHILIPPE MARCOU/AFP via Getty Images

Iker Casillas hat seine Weltkarriere dieses Jahr aus gesundheitlichen Gründen beendet. Zuvor hatte er seit Mitte 2019 wegen Herzproblemen nicht mehr für den FC Porto auf dem Feld gestanden. Die schmerzhafteste Erinnerung seiner Laufbahn war aber eine andere.

Nämlich "die Erinnerung an meinen Abschied aus Madrid. Ich glaube, dass dieser Ausgang nicht gebührend für den Klub oder für einen Spieler war, der so lange dort war", äußert der mehrfache Welttorhüter des Jahres gegenüber der Wochenzeitung El Pais Semanal. Im Jahr 2015 hatte sich der Klub vom vielleicht größten Torhüter seiner glorreichen Historie getrennt. Zum Abschied gab der damals 34 Jahre alte Welt- und Europameister eine tränenreiche Pressekonferenz, der Verein ließ ihn seinerzeit alleine vor die Presse treten.

Rückkehr vorstellbar

Im Hintergrund soll dem Vernehmen nach vor allem Präsident Florentino Perez auf einen Torwart-Wechsel gedrängt haben. Casillas hatte zuvor bereits unter Jose Mourinho seinen Stammplatz verloren, diesen unter Carlo Ancelotti jedoch zurückerobert. Allerdings blieb der langjährige Kapitän hinter seinen früheren Leistungen zurück, wurde zeitweise sogar vom eigenen Anhang angefeindet. Nach 725 Spielen und zahllosen Titeln für Real nahm er so zum Abschied zwangsweise die Hintertür. Im Rückblick würden es beide Seiten sicher anders handhaben. "Ich ging als trauriger Mann", sagt Casillas. Dennoch ist er offen für eine von Medien bereits seit Sommer kolportierte Rückkehr in beratender Funktion. "Ich werde diese Tür nie zumachen", sagte er kürzlich gegenüber der TV-Plattform Movistar+.

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Lars Pollmann  
22.11.2020