Doppel-Engagement

Calmund kann Rangnick-Kritiker verstehen

Rangnick stieß im Dezember 2021 zu Manchester United. Foto: Shaun Botterill/Getty Images
Rangnick stieß im Dezember 2021 zu Manchester United. Foto: Shaun Botterill/Getty Images

Weil Ralf Rangnick künftig als Nationaltrainer Österreichs und zeitgleich Berater Manchester Uniteds fungieren wird, gibt es Kritik. Reiner Calmund kann dies nachvollziehen.

"Ralf Rangnick ist ein absoluter Top-Mann", lobte Reiner Calmund zunächst im Interview mit puls24.at. Die Manager-Legende bezog sich auf die Erfolge Rangnicks bei Klubs wie dem FC Schalke 04, der TSG Hoffenheim oder RB Leipzig und meinte: "Da war natürlich auch Kohle dahinter, aber das war einfach ein ausgezeichneter Job, den er dort gemacht hat." Calmund fügte zu Rangnicks neuem Engagement an: "Wenn du Nationaltrainer von Österreich bist, kannst du nicht nur als normaler Trainer herumlaufen. Du brauchst einen Trainer, der dort managt, in die Jungend reinguckt, Entwicklungen plant, die Nationalspieler beobachtet. Ein Riesen-Apparat. Da wäre Ralf Rangnick schon ein guter Mann."

"Ich sehe da Lösungsmöglichkeiten"

Der 73-Jährige habe "völligstes Verständnis für jeden österreichischen Fußballfachmann, der das kritisiert." Für Calmund seien die beiden Jobs als Nationaltrainer und Berater von Manchester United nicht vereinbar. Er glaubt, dass diesbezüglich noch Gespräche geführt werden: "Das kann im Endeffekt auch nicht im Interesse von Manchester United sein. Ich sehe da Lösungsmöglichkeiten." Zuletzt gab es bereits von Österreichs Trainer-Ikone Peter Pacult Kritik an der Anstellung Rangnicks beim ÖFB. "Andi Herzog muss sich ja verarscht vorkommen, Peter Stöger wurde vertröstet. Wir sind irgendwie die einzige Nation, die nicht auf eigene Trainer setzt", so der Ex-Bundesliga-Coach.

Profile picture for user Adrian Kuehnel
Adrian Kuehnel  
19.05.2022