3:0 gegen Dortmund

Sieg gegen Ex-Klub: Rose verspürt "null Komma null" Genugtuung

Marco Rose feierte ein gelungenes Debüt als Leipzig-Coach. Foto: Getty Images.
Marco Rose feierte ein gelungenes Debüt als Leipzig-Coach. Foto: Getty Images.

Marco Rose hat einen erfolgreichen Einstand als Cheftrainer von RB Leipzig gefeiert. Gegen seinen Ex-Klub Borussia Dortmund feierten die Sachsen einen 3:0-Erfolg. Rose erachtet den Sieg nur als Teilerfolg und verspürt keinerlei Genugtuung nach seinem Aus beim BVB.

Am Donnerstag wurde Marco Rose bei RB Leipzig als Nachfolger von Domenico Tedesco vorgestellt, das Auftaktprogramm des neuen Coaches hat es in sich: Nach dem Bundesligaspiel gegen Borussia Dortmund wartet Real Madrid in der Champions League, anschließend geht es gegen Borussia Mönchengladbach. Das erste Duell gegen die beiden Borussen, bei denen Rose jeweils auf der Trainerbank saß, endete indes 3:0 für Leipzig. Willi Orban (6.), Dominik Szoboszlai (45.) und Amadou Haidara (84.) brachten den amtierenden Pokalsieger auf Kurs, während der BVB einen behäbigen Auftritt bot und lediglich fünf Torschüsse sammelte. 

Rose: "Wir können es auch noch viel besser machen"

"Ich bin jetzt da und versuche, die Ideen, die ich habe, umzusetzen. Das haben die Jungs im ersten Schritt gut gemacht, aber wir können es auch noch viel besser machen", kommentierte Rose seinen gelungenen Einstand bei Sky. Wieso die Mannschaft nach zwei bitteren Niederlagen gegen Frankfurt (0:4) und Donezk (1:4) plötzlich ganz anders aufgetreten ist? "Wenn du spielaktiver bist, entwickelt sich die Energie von ganz alleine. Die Mannschaft möchte gewinnen, sie ist es gewohnt, mehr zu gewinnen als zu verlieren. Es lief in den letzten Wochen nicht so toll, dann kommt ein neuer Trainer, eine andere Ansprache, das setzt was frei", so der neue Coach, der aber vor Übermut warnte: "Jetzt kommt Madrid, dann kommt Mönchengladbach. Wir haben eine Menge Spiele und der Kader ist nicht so groß."

"Für mich geht das Leben auch weiter"

Theoretisch könnte Rose gegen den BVB einen bittersüßen Erfolg gefeiert haben, schließlich wurde seine Entlassung am Ende der vergangenen Saison von der Öffentlichkeit und dem Trainerteam selbst als Überraschung wahrgenommen. Sein vorzeitiges Aus in Dortmund hat der 45-Jährige aber abgehakt. Er verspüre "null Komma null" Genugtuung, sagte Rose, "ich war sehr gerne in dem Verein, ich habe ganz tolle Menschen kennengelernt, herausragende Fans. Es hat am Ende irgendwo nicht mehr gepasst, ich musste gehen — aber für mich geht das Leben auch weiter."

Florian Bajus  
10.09.2022