UCL-Abschluss

Kapitän fehlt erneut: BVB ohne Reus nach Kopenhagen

Reus verpasst bereits sein viertes Spiel in der Champions League. Foto: Getty Images
Reus verpasst bereits sein viertes Spiel in der Champions League. Foto: Getty Images

Für Borussia Dortmund geht es am Mittwochabend in der Champions League beim FC Kopenhagen um ein Preisgeld für drei Punkte sowie darum, den 'Flow' beizubehalten. Dennoch ist davon auszugehen, dass Edin Terzic manchem Profi eine Pause gönnt. Für Marco Reus hätte das Spiel womöglich eine passende Comeback-Gelegenheit geboten. Doch der Kapitän fehlt dem BVB weiterhin.

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge war der Angreifer nicht an Bord, als Dortmund am Dienstagvormittag in den Flieger mit Ziel Dänemark stieg. Der 33-Jährige laboriert weiter an den Folgen einer Sprunggelenksverletzung aus dem siegreichen Revierderby gegen den FC Schalke 04 Mitte September. Reus war bei der 0:2-Niederlage bei Union Berlin vier Wochen später zur zweiten Halbzeit eingewechselt worden, im Nachgang stellte sich die Rückkehr als verfrüht heraus. Nun ist klar: Vor der Abreise zur WM, für die der BVB-Kapitän erstmal überhaupt nominiert werden muss, bleiben ihm höchstens die Spiele gegen den VfL Bochum sowie beim VfL Wolfsburg und Borussia Mönchengladbach, um wieder in Form zu kommen.

Auch Guerreiro, Rothe und Wolf fehlen

Die Reise nach Kopenhagen traten am Dienstag derweil aus noch nicht bekannten Gründen auch Tom Rothe und Marius Wolf nicht an. Hinzu kommen die bekannten Langzeitverletzten und Raphael Guerreiro, der sich seit Tagen mit muskulären Problemen herumschlägt. Terzic hat noch nicht durchblicken lassen, welche Spieler zum Abschluss der Gruppenphase eine Pause bekommen sollen. Logisch wäre sie etwa für Jude Bellingham, Nico Schlotterbeck, Julian Brandt und auch Youssoufa Moukoko. 

Sportlicher und wirtschaftlicher Faktor

Eine Maximalrotation wird es aber wohl kaum geben. Einerseits ist der Kader des BVB dafür gar nicht mit genug Alternativen besetzt, andererseits will sich der Klub nicht mit einem abgeschenkten Spiel ein Fass aufmachen. "Ich habe die Erwartung, dass wir fokussiert an die Aufgabe herangehen. Aus sportlicher und wirtschaftlicher Sicht treten wir an, um ein gutes Ergebnis zu erzielen", hatte Sebastian Kehl am Montag gegenüber den Ruhr Nachrichten unmissverständlich klargemacht. Für einen Sieg gäbe es eine Prämie von 2,8 Millionen Euro, ein Remis brächte 'nur' 930 000 Euro ein. Die Differenz dürfte den Schwarzgelben wert sein, wieder an die Belastungsgrenze zu gehen.

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Lars Pollmann  
01.11.2022