Kritik an BVB-Verteidiger

Effenberg kontert Süle: "So kannst du nur reden, wenn..."

Stefan Effenberg hat Niklas Süle für seine forsche Aussage über die Meisterschaft kritisiert. Foto: Getty Images.
Stefan Effenberg hat Niklas Süle für seine forsche Aussage über die Meisterschaft kritisiert. Foto: Getty Images.

Niklas Süle hat die Meisterschaft noch nicht aufgegeben und will mit Borussia Dortmund in der zweiten Saisonhälfte angreifen. Stefan Effenberg ist nicht überzeugt, dass dem BVB eine Aufholjagd gelingen wird.

Vor dem 16. Bundesliga-Spieltag hat Borussia Dortmund neun Punkte Rückstand auf den FC Bayern. Mit dieser Situation ist Niklas Süle vertraut, der Innenverteidiger lag zum selben Zeitpunkt der Saison 2018/19 mit den Münchnern neun Punkte hinter Dortmund. Da am Ende Bayern Meister wurde, äußerte er sich gegenüber der Welt am Sonntag kämpferisch und rechnete vor: "Falls wir die zwei noch ausstehenden Hinrundenspiele gewinnen sollten, wären wir wieder vorn mit dabei."

Effenberg: "Der BVB muss viele Dinge besser machen"

Profitieren könnte Dortmund von den direkten Duellen der Konkurrenz. Am Freitagabend gastiert der FC Bayern bei RB Leipzig, am darauffolgenden Mittwoch spielen der SC Freiburg und Eintracht Frankfurt gegeneinander. Doch selbst wenn Dortmund gegen Augsburg (Sonntag, 15.30 Uhr) und Mainz (Mittwoch, 18.30 Uhr) gewinnen sollte, sieht Stefan Effenberg die Mannschaft noch lange nicht zurück im Meisterschaftskampf. "So reden kannst du eigentlich nur, wenn du in der anderen Position bist. Der BVB muss viele Dinge besser machen", sagte der Ex-Profi der Funke Mediengruppe.

"Im Kampf um die Meisterschaft sehe ich eher RB Leipzig"

In der Defensive habe Dortmund etwa großen Verbesserungsbedarf, da Edin Terzic und die Seinen sechs Niederlagen kassiert haben und 16 der 21 Gegentore aus diesen Partien stammen. "Das sind die Probleme, die man hoffentlich abgestellt hat", sagte Effenberg, der den BVB andernfalls nur als dritte Kraft einschätzt: "Im Kampf um die Meisterschaft sehe ich eher RB Leipzig." Sollten die Sachsen am Freitag verlieren, lägen allerdings auch sie neun Punkte hinter Bayern - Spannung wäre somit nur geboten, wenn der Branchenprimus wie zu Saisonbeginn patzen würde.

Florian Bajus  
19.01.2023