RB Leipzig

BVB? Halstenberg: "Konnte mir den Wechsel sehr gut vorstellen"

Halstenberg hätte Teamkollege von Haaland werden können. Foto: Getty Images
Halstenberg hätte Teamkollege von Haaland werden können. Foto: Getty Images

Borussia Dortmund will zur kommenden Saison laut übereinstimmenden Medienberichten David Raum als neuen Linksverteidiger holen. Der Nationalspieler von der TSG Hoffenheim käme den Klub teuer zu stehen. Vor einem Jahr galt noch eine Verpflichtung von Marcel Halstenberg als durchaus wahrscheinliche Option. Der hat nun bei RB Leipzig verlängert.

"Rund um die Europameisterschaft im letzten Jahr haben wir einige Gespräche geführt, auch mit Dortmund", erklärt der 30-Jährige gegenüber Sport Bild. Ich hatte in der Jugend zwei Jahre beim BVB gespielt, es ist der Lieblingsverein meines Bruders, ich habe die Borussia als Kind verfolgt. Ich konnte mir diesen Wechsel sehr gut vorstellen, bevor ich mich im August dann schwerer verletzte", so Halstenberg. Der neunfache A-Nationalspieler zog sich eine Kapselverletzung zu, die ihn Monate der abgelaufenen Saison kostete.

 

Die Blessur führt Halstenberg dabei auch auf einen persönlichen Schicksalsschlag zurück, binnen kurzer Zeit verlor der Linksverteidiger beide Eltern. Sein Vertrag in Leipzig wäre derweil am Ende Juni ausgelaufen. Auf eine Verlängerung deutete vor zwölf Monaten wenig hin. "Wir hatten damals mit Markus Krösche gesprochen. Ich bin ehrlich: Mir haben die Konditionen nicht gefallen", sagt Halstenberg. "Das Wort 'Wertschätzung' fällt in diesen Wochen etwas zu häufig, aber ich hatte einfach nicht das Gefühl, dass man mich unbedingt halten wollte."

"Zwei Jahre volle Konzentration auf RB angesagt"

Am Pfingstmontag machte Leipzig nun aber doch eine Vertragsverlängerung bis 2024 publik. Nachdem Halstenberg in der abgelaufenen Saison nur 14 Pflichtspiele absolvieren konnte, gilt es auch als Vertrauensbeweis gegenüber einem verdienten Spieler. "Es passt alles: Pokalsieg, Vertrag. Ab sofort sind zwei Jahre volle Konzentration auf RB angesagt", kündigt er an. Eine Rückkehr nach Dortmund ist vom Tisch, das gilt für beide Seiten.

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Lars Pollmann  
15.06.2022