Champions League

BVB: Drei Erkenntnisse aus dem Hinspiel-Sieg gegen Sevilla

Mahmoud Dahoud feiert seinen Champions-League-Treffer gegen den FC Sevilla.
Mahmoud Dahoud feiert seinen Champions-League-Treffer gegen den FC Sevilla. Foto: Fran Santiago/Getty Images

Mit dem 3:2-Hinspiel-Sieg beim FC Sevilla hat sich Borussia Dortmund in eine gute Ausgangsposition für das Erreichen des Champions-League-Viertelfinales gebracht. fussball.news nennt drei Erkenntnisse aus der Partie.

1. Der BVB lebt noch!

Auch wenn es am Ende noch einmal knapp wurde, sendete Borussia Dortmund am Mittwochabend ein Lebenszeichen. Nach der Niederlage gegen den SC Freiburg und dem Unentschieden gegen die TSG Hoffenheim in der Bundesliga, war eine Leistung, die der Champions League würdig war, nicht unbedingt abzusehen. Man könnte den Borussen sogar das Picken der sprichwörtlichen Rosinen unterstellen.

Dank des aggressiven Pressings und des schnellen Umschaltspiels konnten die Borussen schon vor der Pause drei wichtige Auswärtstore gegen sonst defensivstarke Spanier erzielen. Wie ein eifriger Marco Reus in der 43. Minute Papu Gomez in der gegnerischen Hälfte den Ball abluchste und im höchsten Tempo Erling Haaland bediente, welcher den Ball zur zwischenzeitlichen 3:1-Führung einschob, erinnerte an die besten BVB-Zeiten. Warum nicht immer so?

2. Dahoud mit Eigenwerbung

Ein Schlüssel zum Erfolg war die taktische Marschrute, die Edin Terzic seiner Mannschaft mit an die Hand gab. Der Interims-Trainer stellte im bisher größten Spiel seiner noch jungen Karriere auf ein 4-3-3-System um. Das Dreiermittelfeld bildeten Mahmoud Dahoud, Emre Can und Jude Bellingham. Dies verlieh den Borussen die nötige Robustheit, die es auf internationaler Bühne braucht.

Besonders Dahoud konnte auch als spielerisches Bindeglied zwischen der Offensive und Defensive glänzen. Der 25-Jährige vergoldete seinen gelungenen Auftritt mit einem wunderschönen Distanzschuss in den Winkel bereits in der 19. Minute. Nach dieser Leistung sollte der deutsche Nationalspieler in der Startelf gegen den FC Schalke am Samstag gesetzt sein.

3. "Unnötige" Gegentore begleiten den BVB auch in der Champions League

Es ist ein Phänomen der jüngeren Vergangenheit, dass gegnerische Torschüsse mit einer geringen Trefferwahrscheinlichkeit oftmals im Dortmunder Tor zappeln. Schon in Bundesligaspielen gegen Freiburg und Mainz kassierten die Schwarzgelben insgesamt drei sogenannte Sonntagsschüsse, die allesamt zu Punktverlusten führten. Auch gegen Sevilla fingen sich die Borussen erneut ein Gegentor aus vermeintlich ungefährlicher Position. Der Distanzversuch des Offensivspielers Suso wurde von Mats Hummels in der siebten Minute für Marwin Hitz unhaltbar abgefälscht.

Doch während beim ersten Tor der Hausherren noch Pech im Spiel war, war beim zweiten Tor das anhaltende Unvermögen der Dortmunder Abwehr bei Standardsituationen erneut sichtbar. Bei einer Freistoßhereingabe in der 83. Minute bremste Emre Can seinen Lauf gegen Angreifer Luuk De Jong grundlos ab. Der Niederländer bestrafte den Fehler augenblicklich. Der BVB muss seinen Gegnern den Torerfolg zukünftig wieder deutlich erschweren. Sonst werden nicht nur Siege in der Königsklasse zur Rarität.

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Stefan Buczko  
18.02.2021