Takeaways

BVB - Drei Erkenntnisse aus dem 5:0-Sieg gegen Duisburg

Reus und Sancho - Zwei Spieler auf die sich BVB-Fans in dieser Saison freuen dürfen. Foto: Lars Baron/Getty Images
Reus und Sancho - Zwei Spieler auf die sich BVB-Fans in dieser Saison freuen dürfen. Foto: Lars Baron/Getty Images

Das erste Pflichtspiel der Saison ist in den Büchern. Für Borussia Dortmund gab es viele positive Momente während des 5:0-Siegs gegen den MSV Duisburg in Runde 1. des DFB-Pokals, die durchaus für Euphorie Sorgen könnten.

Auch wenn 90 Minuten gegen einen Drittligisten nur limitierte Aussagekraft besitzen, hier sind drei Erkenntnisse aus der Montagabendpartie.

1. Sancho ist noch da und übernimmt Verantwortung

"Jadon Sancho wird in dieser Saison bei Borussia Dortmund spielen", sagte Lizensspieler-Leiter Sebastian Kehl vor dem Match fast schon gebetsmühlenartig. Sportdirektor Michael Zorc verkündete bereits am 10. August zu Beginn des Trainingslagers in Bad Ragaz, dass der Englische Superstar, der in diesen Sommer stark von Manchester United umworben wurde, eine weitere Saison für Schwarz-Gelb die Schuhe schnüren wird. Nichtsdestotrotz ist es keine Selbstverständlichkeit, dass der 20-Jährige nach der letzten Saison (17 Tore, 16 Vorlagen in der Bundesliga) noch für den BVB spielt.

Umso bemerkenswerter war es als sich Sancho in der 14. Spielminute den Ball schnappte, nachdem Schiedsrichter Dr. Robert Kampka auf den Punkt gezeigt hatte. Mit Erling Haaland stand ein ebenfalls kompetenter Elfmeterschütze zur Verfügung. Auch Ex-Borusse Patrick Owomoyela, der als Co-Kommentator auf dem internationalen DFB-Pokal-Feed im Einsatz war, mutmaßte, dass dies eine Weise war wie Sancho in der neuen Saison mehr Verantwortung übernehmen möchte. Den Elfmeter verwandelte Sancho unhaltbar. Gewiss ist: Ohne die Hilfe des Engländers wäre es noch schwerer für den BVB geworden seine Ziele zu erreichen.

2. Bellingham verzaubert

Jeder, der während der Saisonvorbereitung zugeschaut hatte, wusste bereits vor Montagabend, dass Jude Bellingham schon Mittendrin statt nur dabei ist. Die Startelf-Nominierung des 17-jährigen Neuzugangs, der für knapp 25 Millionen Euro vom englischen Zweitligisten Birmingham City zu Dortmund wechselte, war bei weitem keine Überraschung mehr.

Bellingham, der mit der Reife von 41 englischen Zweitligaspielen auftrat, war keine Nervosität anzumerken. Der U21-Nationalspieler machte seine Aufgabe auf der Doppelsechs neben Axel Witsel in Lucien Favres 3-4-3-System außerordentlich gut. Der Achter beschleunigte das Spiel im Ballbesitz, schaltete sich in der Offensive mit ein und überzeugte mit starken Balleroberungen.

Seine ersten 45 Minuten im BVB-Trikot vergoldete Bellingham mit dem Tor zum 2:0-Zwischenstand nach einer halben Stunde. Alles in Allem ein gelungenes Debüt. Es bleibt abwarten inwiefern der Teenager sich schon als Stammspieler etablieren kann. Zumindest ein Warnschuss für Julian Brandt war es. Der 24-Jährige kam in der Vorbereitung nicht richtig in den Tritt.

3. Reus kann's noch

Nur wenige haben so viel Erfahrung mit Comebacks wie Marco Reus. Trotzdem war es beeindruckend wie lässig der BVB-Kapitän nur drei Sekunden nach Freigabe des Spiels nach seiner Einwechslung den Lupfer von Sancho mitnahm und an Torwart Leo Weinkauf vorbeischob. 223 Tage musste der 31-Jährige auf den Torjubel warten nachdem er sich am 4. Februar bei der 2:3-Pokal Niederlage gegen Werder Bremen eine komplizierte Muskelverletzung zuzog.

Der genaue Zeitpunkt seiner Rückkehr war für lange Zeit unklar. Umso wichtiger ist es für Borussia Dortmund nun einen absoluten Führungsspieler zurück zu haben. Halbverteidiger Emre Can verpasste es nach dem Spiel nicht zu erwähnen, dass Reus mit seiner Spielweise auch im Gegenpressing eine wichtige Rolle spielt. Denn das Forechecking - eine große Stärke des FC Bayern - bleibt ein Manko unter Favre. Ein fitter Reus macht in Dortmund immer noch den Unterschied.

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Stefan Buczko  
15.09.2020