Erhöhung des Stammkapitals

Fast 90 Millionen Euro! BVB beschafft sich frisches Geld an der Börse

Hans-Joachim Watzke will den BVB finanziell stabilisieren.
Hans-Joachim Watzke will den BVB finanziell stabilisieren. Foto: Imago

Borussia Dortmund hat durch die Coronakrise viel Geld verloren. Nun steuert der an der Börse notierte Klub gegen.

Wie Borussia Dortmund (KGaA) am Donnerstag in einer Ad-Hoc-Mitteilung bekanntgegeben hat, wird der Klub 18,4 Millionen neue Aktien auf den Markt geben zum Bezugspreis von 4,70 Euro. Insgesamt könnten so bis Anfang Oktober rund 86 Millionen Euro eingenommen werden.

Im Aktien-Deutsch verlautbarte der BVB hierzu: "Nach Eintragung in das Handelsregister wird das Grundkapital von derzeit EUR 92.000.000,00 durch Ausgabe der neuen Aktien um EUR 18.396.220,00 auf EUR 110.396.220,00 erhöht. Die weiteren Schritte für diese Kapitalerhöhung werden nun veranlasst und sollen voraussichtlich am 08.10.2021 abgeschlossen sein. Die Gesellschaft erwartet aus der Kapitalerhöhung einen Bruttoemissionserlös in Höhe von etwa EUR 86,5 Millionen."

Watzke: "Ein Meilenstein"

Das Geld soll vor allem zur Tilgung der Schulden verwendet werden, die im Zuge der Coronakrise sich angehäuft haben. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke erklärte hierzu: "Diese Kapitalerhöhung stellt einen wesentlichen Meilenstein von Borussia Dortmund zur Überwindung der bisherigen wirtschaftlichen Lasten der Pandemie dar. Wir streben an, den Erlös aus der Kapitalerhöhung primär zur Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten sowie als Ausgleich für etwaige Verluste zu nutzen, die sich aus Auswirkungen von derzeit unerwarteten weiteren COVID-19-bezogenen Maßnahmen oder Restriktionen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft und Schwankungen der Liquidität während des laufenden Geschäftsjahres noch ergeben können."

Gemäß der Mitteilung will der BVB aber einen Teil des Geldes auch für "Investitionen in die Lizenzspielermannschaft" verwenden.

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Daniel Michel  
16.09.2021