HSV, St. Pauli und FCN investieren trotz Corona

Burgstaller, Terodde und Co.: Konkurrenz verblüfft Anfang

Anfang ist von der zahlungsfähigen Konkurrenz überrascht. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images
Anfang ist von der zahlungsfähigen Konkurrenz überrascht. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

Der SV Darmstadt 98 war vor der neuen Zweitliga-Saison ein bei vielen Experten hoch gehandelter Geheimtipp auf den Aufstieg. Die Mannschaft von Neu-Trainer Markus Anfang hat einen passablen Start hingelegt. Zu den Favoriten kann er seine Truppe nicht zählen. Dafür hat die Konkurrenz zu verblüffend agiert.

"Man muss schon sagen, dass es Mannschaften gibt, da wundert man sich dann auch ein bisschen, wie das alles entsteht, weil man ja auch um die wirtschaftliche Situation durch Corona weiß", so der Übungsleiter gegenüber der Frankfurter Rundschau. Explizit spielt er auf die Transfers des Hamburger SV, FC St. Pauli und 1.FC Nürnberg an. Der HSV verpflichtete unter anderem Star-Torjäger Simon Terodde und Sven Ulreich, der zuvor beim FC Bayern fürstlich entlohnt wurde.

"Das ist ein anderer Weg"

Stadtrivale St. Pauli leistete sich unter anderem Guido Burgstaller, der FCN weist den mit Abstand höchsten Negativ-Wert bei der Transferbilanz aus. "Wenn man dann sieht, was wir investiert haben, steht das nicht in einem großen Verhältnis", so Anfang. Die Lilien verkleinerten ihren Kader, gaben keinen Cent für Neuzugänge aus und setzen auf ein junges Aufgebot mit wenigen erfahrenen Leitfiguren. "Das ist ein anderer Weg, als wenn man einen Burgstaller holt oder einen Terodde, wie manch anderem Zweitligist das offenbar möglich war", sagt Anfang. Der Druck liegt deshalb nicht auf Darmstadt, sondern auf dem HSV, St. Pauli, Nürnberg oder auch Hannover 96. Den FCN bezwang Darmstadt vor der Länderspielpause übrigens dennoch auswärts mit 3:2. Geld schließt bekanntlich keine Tore.

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Lars Pollmann  
13.10.2020