Freiburg lammfrom

Bundesliga-Raufbolde: VfB und Wolfsburg führen Sünderkartei an

Der VfB kassiert diese Saison viele Karten. Foto: Getty Images
Der VfB kassiert diese Saison viele Karten. Foto: Getty Images

Die Verantwortlichen des VfB Stuttgart haben vor der Saison gebetsmühlenartig davor gewarnt, das Team solle nicht in die Falle des vielzitierten 'verflixten zweiten Jahrs' nach dem Aufstieg tappen. Die Schwaben scheinen sich die Worte zu Herzen genommen zu haben: Am Einsatz liegt es nicht, dass sich die Mannschaft zuletzt nach unten orientieren musste.

Jedenfalls insofern, als dass man den Einsatz einer Mannschaft an persönlichen Strafen durch die Schiedsrichter ablesen kann und will. Der VfB langt in der laufenden Spielzeit ordentlich hin, was Foulspiele anbelangt, die eine individuelle Bestrafung durch den Unparteiischen nach sich ziehen. 23 Mal haben Spieler von Stuttgart bereits den Gelben Karton gesehen, nur Bayer Leverkusen hat noch eine Verwarnung mehr kassiert. Hinzu kommen beim VfB zwei Platzverweise: Atakan Karazor sah beim 1:1 gegen Union Berlin innerhalb einer Minute erst Gelb und dann Gelb-Rot, Waldemar Anton flog beim 1:1 gegen Eintracht Frankfurt direkt vom Platz.

Wolfsburg gleichauf mit Stuttgart

In der sogenannten Sünderkartei haben die Schwaben somit 31 Punkte gesammelt: Gelbe Karten kosten einen Zähler, Ampelkarten drei, glatte Platzverweise fünf. Mehr Punkte als Stuttgart hat niemand, immerhin teilt sich die Elf von Pellegrino Matarazzo den ungewollten Führungsplatz aber mit dem VfL Wolfsburg. Bei den Niedersachsen ist durchaus bemerkenswert, dass Verteidiger Maxence Lacroix mit zwei Platzverweisen hauptverantwortlich für die Platzierung in der Sünderkartei ist.

Bayern mit wenigsten Gelben, Freiburg lammfromm

Immerhin sieben Vereine sind bislang noch ohne jeden Platzverweis, insgesamt gab es nach zehn Spieltagen 13 vorzeitige Hinausstellungen. Beim Blick auf die Gelben Karten steht der FC Bayern mit nur sechs Verwarnungen am besten da. Allerdings sah Benjamin Pavard beim Sieg über die SpVgg Greuther Fürth glatt Rot. Deshalb rangiert der SC Freiburg in der Sünderkartei ganz unten. Mit nur acht Gelben Karten und ohne Platzverweis ist die Überraschungsmannschaft regelrecht lammfromm unterwegs.

Die Sünderkartei der Bundesliga

18. SC Freiburg, 8 Punkte (8 Gelbe / 0 Gelb-Rote / 0 Rote)

17. FC Bayern, 11 Punkte (6 / 0 / 1)

16. RB Leipzig, 14 Punkte (14 / 0 / 0)

15. Arminia Bielefeld, 16 Punkte (13 / 1 / 0)

13. Union Berlin, 19 Punkte (16 / 1 / 0)

= 13. TSG Hoffenheim, 19 Punkte (19 / 0 / 0)

8. FC Augsburg, 20 Punkte (20 / 0 / 0)

= 8. Borussia Dortmund, 20 Punkte (17 / 1 / 0)

= 8. Eintracht Frankfurt, 20 Punkte (20 / 0 / 0)

= 8. SpVgg Greuther Fürth, 20 Punkte  (20 / 0 / 0)

= 8. Borussia Mönchengladbach, 20 Punkte  (20 / 0 / 0)

7. VfL Bochum, 21 Punkte (16 / 0 / 1)

5. 1.FC Köln, 22 Punkte (19 / 1 / 0)

= 5. FSV Mainz 05, 22 Punkte (19 / 1 / 0)

4. Hertha BSC, 23 Punkte (18 / 0 / 1)

3. Bayer Leverkusen, 29 Punkte (24 / 0 / 1)

1. VfB Stuttgart, 31 Punkte (23 / 1 / 1)

= 1. VfL Wolfsburg, 31 Punkte (23 / 1 / 1)

(1 Punkt pro Gelber Karte, 3 Punkte pro Gelb-Roter Karte, 5 Punkte pro Roter Karte; Angaben via Transfermarkt)

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Lars Pollmann  
03.11.2021