Bayern-Dominanz

Bochum-Boss Kaenzig: "Ohne Bayern würde etwas in Gang kommen"

Dem FC Bayern winkt die erneute Meisterschaft. Foto: Getty Images.
Dem FC Bayern winkt die erneute Meisterschaft. Foto: Getty Images.

Der FC Bayern steuert auf die zehnte Meisterschaft in Folge zu. Für mehr Spannung in der Bundesliga wäre laut Ilja Kaenzig, Finanzvorstand des VfL Bochum, ein Exit des Rekordmeisters notwendig. Verzichten will er auf die Münchner aber nicht.

Was Juventus Turin verwehrt blieb, kann dem FC Bayern mit einem Sieg im Top-Spiel gegen Borussia Dortmund am Samstagabend gelingen. Die Münchner stehen vor der zehnten Meisterschaft in Folge, Juve wurde vergangene Saison hingegen nach neun aufeinanderfolgenden Titeln Vierter. Ein ähnliches Szenario in der Bundesliga wirkt unwahrscheinlich, weshalb laut Ilja Kaenzig womöglich nur ein Austritt des FC Bayern für mehr Spannung im Meisterrennen sorgen würde.

Keine ausgeglichene Bundesliga ohne Investoren?

Der Finanzvorstand des VfL Bochum erläuterte im Interview mit 11 Freunde, es würde Sinn ergeben, "wenn die großen Klubs die nationalen Ligen verlassen. Durch eine Bundesliga ohne den FC Bayern würde etwas in Gang kommen". Er selbst wolle keine Bundesliga ohne den FCB, "international gibt es allerdings ein ‚Netflix‘-Publikum, das mit einem ausgeglichenen Meisterkampf bespaßt werden will", erläuterte Kaenzig und betonte: "Um eine ausgeglichene Bundesliga zu erreichen, müssten sich die Klubs aber gegenüber großen Investoren öffnen."

Bundesligisten "sind ausländischen Investoren zu teuer"

Aus Perspektive der Investoren seien Bundesligisten allerdings kein attraktives Ziel: "Deutsche Vereine, das gilt nicht nur für den VfL Bochum, sind ausländischen Investoren zu teuer. Sie können für einen Bruchteil des Geldes in Italien, Frankreich oder der zweiten Liga in England Vereine erwerben, die ihnen dann ganz gehören, weil es keine 50+1-Regel gibt." Auf welchem Wege die Bayern-Dominanz gestoppt werden kann, bleibt daher unklar.

Florian Bajus  
22.04.2022