Stuttgart-Stürmer

Buhlen um Kalajdzic: Macht Bayern schon diese Woche ernst?

Der Abschied von Kalajdzic zeichnet sich ab. Foto: Getty Images
Der Abschied von Kalajdzic zeichnet sich ab. Foto: Getty Images

Der FC Bayern muss sich nach aktuellem Stand spätestens für die Saison 2023/24 eine Nachfolgeregelung von Robert Lewandowski einfallen lassen. Der Vertrag des Torjägers läuft Ende Juni nur noch ein Jahr, eine Verlängerung strebt der Pole nicht an. Nicht ausgeschlossen, dass er schon im Sommer geht. Die Münchner werfen so ihren Hut bei Sasa Kalajdzic in den Ring.

Dem Österreicher ist gerade mit dem VfB Stuttgart eine dramatische Rettung im Abstiegskampf geglückt, am 34. Spieltag vermieden die Schwaben in letzter Sekunde den Gang in die Relegation. Kalajdzic trug sich dabei mit dem zwischenzeitlichen 1:0 in die Torschützenliste ein. Nach dem Spiel ließ der Sturmturm seinen Gefühlen freien Lauf. Nicht wenige Beobachter sehen in den tränenreichen Szenen eine Art Abschied des Nationalspielers, der beim VfB ebenso lang unter Vertrag steht wie Lewandowski bei den Bayern und eine Verlängerung laut Medienberichten ebenfalls ablehnt.

Auch bei PSG und Benfica im Gespräch

Wie die Bild-Zeitung nun meldet, stehen schon diese Woche konkrete Gespräche zwischen den Verantwortlichen des Rekordmeisters und dem Management von Kalajdzic an. 20 Millionen Euro müssten wohl auf den Tisch, um den 24-Jährigen aus Stuttgart loszueisen. Offen sei dabei, so das Blatt, ob der Wiener zusätzlich zu Lewandowski käme, oder schon als Teil der Nachfolgeregelung gelten soll. So oder so ist offenbar Eile geboten, weil sich zahlreiche Klubs für Kalajdzic interessieren.  Am Wochenende war mancherorts neben zum Beispiel Newcastle United selbst von Paris Saint-Germain zu lesen, das üblicherweise gut informierte Portal The Athletic bringt Kalajdzic am Montag mit Benfica in Verbindung.

Gute Quote, gute Mentalität

Der Zwei-Meter-Mann kommt seit dem Aufstieg des VfB auf 22 Bundesliga-Tore in 48 Einsätzen. Neben dieser mehr als vorzeigbaren Quote soll der 13-fache ÖFB-Internationale den Bayern gerade mit seiner im Abstiegskampf gezeigten Mentalität imponiert haben. Auch das Saisonfinale zeigte dahingehend seine Qualitäten: Nur wenige Sekunden vor seinem Treffer hatte Kalajdzic einen Elfmeter verschossen. Der Kopf hing nicht, stattdessen machte der Angreifer seinen Fehlschuss postwendend wieder gut.

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Lars Pollmann  
16.05.2022