In der Dreierkette zum perfekten Start

Bürki zur System-Diskussion: "Einfach die Zahlen anschauen"

Bürki spricht sich klar für die Dreierkette aus. Foto: Maja Hitij/Getty Images
Bürki spricht sich klar für die Dreierkette aus. Foto: Maja Hitij/Getty Images

Borussia Dortmund hat am ersten Spieltag der neuen Saison ein überzeugendes 3:0 gegen Borussia Mönchengladbach eingefahren. Längst vergessen scheinen dadurch die Diskussionen der Vorbereitung, in der Lucien Favre zeitweise eine Rückkehr zur Viererkette erprobte. Roman Bürki äußert sich ziemlich unmissverständlich.

"Man muss sich einfach die Zahlen anschauen, dann weiß man, wo sich die Mannschaft wohler fühlt", zitieren die Ruhr Nachrichten den Schlussmann. "Das ist mit Dreier- oder Fünferkette, wenn wir den Ball nicht haben. Wir haben die Spieler dafür, wir fühlen uns in diesem System wohl", erklärt Bürki. Favre hatte Ende November des Vorjahres auch auf dringlichen Wunsch der Mannschaft auf diese Formation umgestellt. In 28 Pflichtspielen gelangen seither 20 Siege. 

"Normal, dass der Trainer ausprobiert"

Dennoch macht Favre keinen Hehl daraus, weiter ein Befürworter der Viererkette zu sein, woraus sich auch der Versuch erklärt, das System beim BVB wieder salonfähig zu machen. Die Leistungen der Mannschaft in Testspielen aber ließ arg zu wünschen übrig. "Es ist normal, dass der Trainer in der Vorbereitung auch mal eine andere Sache ausprobiert, er entscheidet am Ende ja auch", bleibt Bürki gelassen. Bei den ersten Pflichtspielen der Saison ging es zurück in die gewünschte Formation, der BVB blieb im DFB-Pokal gegen den MSV Duisburg und gegen Gladbach ohne Gegentreffer.

Warnung vor dem FCA

Am Samstag beim FC Augsburg ist keine Veränderung in der Systematik zu erwarten. Dennoch verlässt sich Bürki nicht automatisch auf unveränderten Erfolg. "Sie werden sich an das Heimspiel in der vergangenen Saison erinnern", sagt der Schweizer. Zum Rückrundenauftakt führten die bayerischen Schwaben zwischenzeitlich mit 3:1, ehe Erling Haaland den BVB in die Spur brachte. "Wir müssen spielerisch das auf den Platz bringen, was wir gegen Gladbach gezeigt haben. Kämpferisch werden wir vielleicht noch zulegen und noch mehr gegenhalten müssen", mutmaßt Bürki.

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Lars Pollmann  
24.09.2020