Stammkeeper ist in Führungsrolle gewachsen

Bürki: "Ich versuche, das gewisse Extra beizutragen"

Bürki hat sich beim BVB längst als Führungsfigur etabliert. Foto: Alex Grimm/Getty Images
Bürki hat sich beim BVB längst als Führungsfigur etabliert. Foto: Alex Grimm/Getty Images

Borussia Dortmund ist inzwischen weltweit dafür berühmt und bisweilen berüchtigt, ein idealer Ort für die Weiterentwicklung junger Spieler zu sein. Für den gewünschten Erfolg braucht es aber auch im modernen Fußball einige Profis, die einer Mannschaft Halt geben. Roman Bürki ist beim BVB in eine solche Rolle gewachsen.

Der Schweizer hat sich in seinen inzwischen fünf Jahren im Ruhrgebiet erstaunlich gewandelt, gehört nunmehr absolut zu den Wortführern innerhalb des Teams. "Ich will natürlich auch Feuer in die Mannschaft bringen", sagt er gegenüber dem kicker. "Das brauchen wir einfach. Wir brauchen Feuer im Training, wir brauchen Zweikämpfe." Es sei durchaus wichtig, so Bürki, dass der BVB zuletzt verstärkt entsprechende Typen verpflichtet habe. Exemplarisch nennt er dabei etwa Emre Can, Mats Hummels nannte zuletzt auch Erling Haaland.

"Spieler, die viel mehr erreicht haben als ich"

Der Weltmeister von 2014 ist ein gutes Stichwort, gehört er doch zu den wenigen Spielern, die in der Hierarchie noch vor Bürki anzusiedeln wären. Das macht die Nr.1 jedenfalls selbst. "In unserer Mannschaft stehen Spieler, die viel mehr erreicht haben als ich. Die Titel gewonnen haben - und die wissen, was nötig ist, um etwas zu erreichen." Neben Hummels sei dabei auch der jüngst als Vizekapitän zurückgetretene Lukasz Piszczek enorm wichtig. Marco Reus und Marcel Schmelzer gehören dem Team verletzungsbedingt zurzeit nicht unmittelbar an.

Hummels und Piszczek "eher Führungsspieler als ich"

Hummels und Piszczek würde Bürki ob ihres Vorsprungs in Sachen Erfahrung mit Titeln "eher als Führungsspieler bezeichnen als mich. Ich versuche nur noch, das gewisse Extra beizutragen", so der Ex-Nationalspieler. Dabei scheut er sich grundsätzlich nicht, auch ganz öffentlich kritische Worte zu finden. Nach Spielen gibt kein BVB-Profi so klare Statements ab wie Bürki. Nur einmal, 2018 nach einem Remis gegen den SC Freiburg, gab es dafür Ärger. Der Schlussmann hatte sich über pfeifende Fans geärgert, in Dortmund ein No-Go. Dies machte ihm Sportdirektor Michael Zorc schnell klar.

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Lars Pollmann  
17.08.2020