Europa trotzdem kein realistisches Ziel?

Bruchhagen lobt Nachfolger: "Gegenüber meiner Amtszeit klar weiter"

Bruchhagen lobt die Arbeit seiner Nachfolger. Foto: Oliver Hardt/Bongarts/Getty Images
Bruchhagen lobt die Arbeit seiner Nachfolger. Foto: Oliver Hardt/Bongarts/Getty Images

Eintracht Frankfurt geht am Wochenende in die neunte Bundesliga-Saison am Stück. So lange haben sich die Hessen seit dem ersten Abstieg 1996 nicht im Oberhaus gehalten. Heribert Bruchhagen lobt den kontinuierliche Weg seit seinem Abschied im Jahr 2016.

"Gegenüber meiner Amtszeit entwickelte sich die Eintracht klar weiter. Ich hatte immer den Abstiegskampf im Hinterkopf, das ist nun nicht mehr nötig. Dafür hat die Eintracht zu viel Substanz zugelegt", so der langjährige Vorstandsvorsitzende gegenüber dem kicker. Bruchhagen hatte den Klub kurz nach den Relegationsspielen gegen den 1.FC Nürnberg verlassen, in denen Niko Kovac Eintracht Frankfurt vor dem Abstieg bewahrte.

Erfolgreiche Jahre

Seither standen die Hessen zweimal im DFB-Pokalfinale, gewannen den Titel einmal, erreichten das Europa-League-Halbfinale und landeten in der Bundesliga auf den Plätzen elf, acht, sieben und neun. Vor allem die beiden Spielzeiten in Europa haben der Eintracht auch außerhalb Deutschlands viel Aufmerksamkeit beschert. Einen neuerlichen Angriff auf die internationalen Plätze hält Bruchhagen jedoch für ein womöglich zu hohes Ziel.

"Wirken extrem geschlossen"

"Sechs, sieben Vereine sind mit ihrem Etat besser ausgestattet als die Eintracht. Aber die Mannschaft und das ganze Gebilde wirken nach außen extrem geschlossen", sagt der 72-Jährige. Entsprechend sei seinem Ex-Klub womöglich doch die Überraschung zuzutrauen. Die einzige Gefahr bestehe darin, dass die Mannschaft nach den erfolgreichen vergangenen Jahren zu große Selbstzufriedenheit zeige.

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Lars Pollmann  
14.09.2020