Vor Wüsten-Wechsel

Bruchhagen: Kittel "sportlich großer Verlust für den HSV"

Kittel ist in der laufenden Saison ohne Zweitliga-Treffer geblieben. Foto: Getty Images
Kittel ist in der laufenden Saison ohne Zweitliga-Treffer geblieben. Foto: Getty Images

Seit dem Abstieg aus der Bundesliga hat kaum ein Spieler den Hamburger SV so geprägt wie Sonny Kittel. Sein bevorstehender Abschied kann also durchaus als eine Zäsur betrachtet werden. Für eine halbe Million Euro würde der Klub den Mittelfeldmann offenbar ziehen lassen. Heribert Bruchhagen ordnet den möglichen Deal ein.

"Wenn Sonny wirklich wechselt, dann wäre es sportlich ein großer Verlust für den HSV", so der ehemalige HSV-Boss, der Kittel schon in jungen Jahren bei Eintracht Frankfurt kennen- und schätzen gelernt hat, gegenüber der Bild-Zeitung. "Man muss aber leider auch konstatieren, dass ihm der große Durchbruch im Profifußball nicht gelungen ist", sagt Bruchhagen weiter. Vor allem seien es die vielen Verletzungen gewesen, die den Kreativspieler von einer noch besseren Karriere abhielten.

"Finanzielle vor dem sportlichen Aspekt"

Das sieht nicht nur Bruchhagen so, auch HSV-Ikone Horst Hrubesch hat das in der Vergangenheit schon geäußert. "Wenn er nicht so viele Verletzungen gehabt hätte, wäre er schon längst A-Nationalspieler", sagte er im November 2021. Nun soll Kittel wohl an den persischen Golf wechseln, laut des Boulevardblatts verhandelt er mit interessierten Klubs in Katar, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. "Ich denke, bei so einer Entscheidung steht der finanzielle vor dem sportlichen Aspekt", erklärt Bruchhagen. Kittel gehe es dabei, mutmaßt er, auch darum, seine Familie langfristig finanziell abzusichern.

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Lars Pollmann  
24.01.2023