HSV-Co-Trainer unter Hecking

Bremser: "Unglaublich, dass wir den Aufstieg nicht geschafft haben"

Bremser arbeitete seit 2001 fast durchgängig an der Seite von Hecking. Foto: Selim Sudheimer/Bongarts/Getty Images
Bremser arbeitete seit 2001 fast durchgängig an der Seite von Hecking. Foto: Selim Sudheimer/Bongarts/Getty Images

Der Hamburger SV beschließt am Montagabend den zweiten Spieltag der zweiten Bundesliga. Mit einem Sieg beim SC Paderborn würden die Rothosen mit sechs Punkten weiter Kurs halten. Allerdings haben die Fans des HSV gelernt, sich nicht zu früh zu freuen. Im Vorjahr startete das Team unter Dieter Hecking und Co-Trainer Dirk Bremser ebenfalls gut.

Bis zum 14. Spieltag befand sich die HSV-Mannschaft klar auf Kurs Wiederaufstieg, es folgte der schleichende Niedergang. Im Saisonfinale nahm dann das Unheil seinen Lauf, die Rothosen schafften es nicht einmal in die Relegation. "Es ist immer noch unglaublich, dass wir den Aufstieg nicht geschafft haben", sagt Bremser gegenüber dem Hamburger Abendblatt. "Ich denke schon noch oft, wo wir jetzt wären, wenn es anders gelaufen wäre."

"Dieses Jahr hätten wir es gepackt"

Genug Gelegenheiten gab es. Schon die Vielzahl später Gegentore in der Rückrunde machte einen riesigen Unterschied aus. Am Ende stand Platz vier, die Trennung von Hecking als Chefcoach und, nach Gesprächen mit Nachfolger Daniel Thioune und Sportchef Jonas Boldt, der Abschied von Bremser selbst. "Für mich ist wichtig, dass ich in den Spiegel gucken kann, weil wir alles für den Erfolg getan haben. Ich bin auch überzeugt, dass wir es dieses Jahr geschafft hätten", sagt der langjährige Hecking-Assistent. 

"Wird immer der Anspruch sein"

Unter Thioune geht der HSV dieses Jahr mit einem eher demütigen Ansatz in die Saison, die Rede ist bislang nicht davon, dass der Aufstieg zwingend an ihrem Ende stehen muss. "Er wird immer der Anspruch sein, dem man sich beim HSV stellen muss. Dem haben wir uns auch gestellt. Der muss auch in dieser Saison das Ziel sein", sagt jedoch Bremser. Die Daumen des 54-Jährigen seien gedrückt, versichert er noch.

Profile picture for user Lars Pollmann
Lars Pollmann  
26.09.2020