Trainer-Aus und Abstieg

Werder-Boss rechnet ab: Das waren Kohfeldts größte Fehler

Florian Kohfeldt musste bei Werder kurz vor Saisonende seinen Platz räumen. Foto: Imago

Auch die Freistellung von Trainer Florian Kohfeldt einen Spieltag vor Schluss rettete Werder Bremen nicht mehr vor dem Abstieg in die 2. Bundesliga. Die Fehler, die zum Absturz führten, lagen laut Geschäftsführer Klaus Filbry vor allem beim 38-Jährigen.

"Wir sind in eine Negativspirale geraten, dort nicht mehr rausgekommen und verdient abgestiegen", erklärte Werder-Geschäftsführer Klaus Filbry den Absturz der Bremer in die 2. Bundesliga gegenüber RegioTV. Der 54-Jährige erklärte aber auch die Gründe für jene Negativspirale und zwei Knackpunkte: "Das Schlüsselerlebnis war nach dem Bielefeld-Spiel, als es so interpretiert wurde, dass man einen anderen Fußball, etwas offensiver, spielen kann. Dabei haben wir die Stabilität vernachlässigt."

"Das würde ich anders machen"

Der SV Werder Bremen gewann damals mit 2:0 bei den Ostwestfalen, stand nach 24 Runden mit 30 Punkten auf Platz zwölf. Ein trügerisches Gefühl laut Filbry: "Das würde ich in der Rückschau anders machen. Diese Sensibilität erst dann durch zu sein, wenn man durch ist, bis dahin das Bewährte zu bewahren." Danach holte Werder nur noch einen einzigen Punkt bis zum Saisonende und rutschte am letzten Spieltag noch auf den 17. Rang ab und damit raus aus der Bundesliga. 

Platzverweis in Augsburg "elementarer Fehler"

Doch auch nach dem 24. Spieltag gab es noch einige Gelegenheiten Punkte zu sammeln. Beim FC Augsburg beispielsweise am 33. Spieltag, Kohfeldts letztem Spiel, hatten die Hanseaten durch den Platzverweis gegen FCA-Spieler Ruben Vargas in der 13. Minute lange eine Überzahlsituation. Dass Werder-Defensivmann Christian Groß kurz nach der Pause beim Stand von 0:0 mit Gelb-Rot vom Platz flog, kreidete Filbry Kohfeldt an: "Das war ein elementarer Fehler. Da hätten wir reagieren und auswechseln müssen, um die Gelb-Rote Karte zu vermeiden." Am Ende verlor das Kohfeldt-Team mit 0:2, der Trainer seinen Job und der Klub letztlich auch seinen Platz in der Bundesliga. 

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Benjamin Heinrich  
05.06.2021