Weltmeister ging 1996 in Liga zwei

Brehme über Abstieg mit Kaiserslautern: "Ganz klar der Rasen schuld"

Brehme weinte beim Abstieg bitterlich. Foto: Imago
Brehme weinte beim Abstieg bitterlich. Foto: Imago

Jüngere Fans können es sich vermutlich kaum vorstellen, aber die Roten Teufel gehörten einst zum Inventar der Bundesliga. Als Gründungsmitglied verbrachte der 1.FC Kaiserslautern bis 1996 jede Saison im Oberhaus. Die Bilder von Andreas Brehme, der sich an der Schulter von Rudi Völler die Augen ausheult, gingen seinerzeit um die Welt.

Der heute 59-Jährige begann 1981 seine Bundesliga-Karriere bei den Pfälzern. 1993 kehrte er nach Stationen beim FC Bayern und in Italien als Volksheld zurück, nachdem er bei der Weltmeisterschaft drei Jahre zuvor den Siegtreffer im Finale gegen Argentinien markiert hatte. Fünf Jahre später trat Brehme nach der wohl sensationellsten Meisterschaft der Bundesliga-Historie von der aktiven Laufbahn zurück. Dennoch sitzt der Stachel des ersten Abstiegs in der Geschichte des FCK beim gebürtigen Hamburger tief.

"Wir mussten uns die Pässe quasi zulupfen"

Kurios ist dabei seine Erklärung für das Unheil. "Für mich war ganz klar der Rasen schuld. Wir hatten am Betzenberg den schlechtesten Rasen der ganzen Liga", so Brehme gegenüber Sport Bild. Gegnern sei es ein Einfaches gewesen, sich gegen Kaiserslautern hinten rein zu stellen. "Wir mussten uns die Pässe quasi zulupfen, um zu kombinieren. Das ging am Ende nicht gut", so Brehme. Immerhin gelang dem 1.FC Kaiserslautern der sofortige Wiederaufstieg und 1997/98 der Triumph unter Otto Rehhagel, bei dem Brehme nur noch Teilzeitkraft war. Heute ist er Teilhaber einer Firma, die unter anderem in der Bundesliga Spielflächen verlegt. Das Thema Rasen lässt ihn also auch mehr als 20 Jahre nach dem bitteren Abstieg nicht los.

Profile picture for user Lars Pollmann
Lars Pollmann  
04.11.2020