Beckenbauer-Vergleich

Mit welchen Gedanken Rose am letzten Spieltag über den Platz schlich

Mit einer Flasche Bier in der Hand schlich Marco Rose über den Rasen.
Mit einer Flasche Bier in der Hand schlich Marco Rose über den Rasen. (Foto: Lars Baron/Getty Images)

Die Szene ist bekannt: Nach dem gewonnenen WM-Finale 1990 schlich Bundestrainer Franz Beckenbauer in Gedanken über den Rasen und verarbeitete den gerade eingeheimsten Erfolg. Ähnlich sah es aus, als Marco Rose, Trainer des VfL Borussia Mönchengladbach, am letzten Spieltag über den Platz schlenderte.

In der aktuellen Ausgabe des Mitgliedermagazins FohlenEcho erklärte Rose, wie es dazu kam: "Die Mannschaft war zu diesem Zeitpunkt bereits auf dem Weg in die Kabine, während ich noch auf die obligatorischen Fernsehinterviews warten musste." Dank des 2:1-Erfolgs über Hertha BSC sicherte sich Borussia Mönchengladbach am 34. Spieltag den Einzug in die Champions League. Also dachte sich Rose: "Okay, du hast jetzt ein Bierchen in der Hand und solltest diesen Moment einfach genießen."

Rose: "Habe auch an unsere Fans gedacht"

Wie Rose weiter verriet, schweiften die Gedanken nicht bis zum Beginn seines ersten Jahres bei Borussia Mönchengladbach zurück. "Es war nicht so, dass ich die ganze Saison noch einmal hätte Revue passieren lassen, aber ich habe gespürt, wie lang diese Spielzeit durch die Corona-Pause war und wie die Anspannung allmählich abfällt", so der 43-Jährige. "Und nicht zuletzt habe ich auch an unsere Fans gedacht und daran, wieviel größer die Freude jetzt wohl noch wäre, hätten wir diesen Erfolg gemeinsam feiern können."

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Tom Jacob  
23.07.2020