Real hat keinen Ausländer-Platz frei

Medien: BVB wirft bei Reinier den Hut in den Ring

Reinier (m.) gewann im Alter von 17 die Copa Libertadores mit Flamengo. Foto: Manuel Velasquez/Getty Images
Reinier (m.) gewann im Alter von 17 die Copa Libertadores mit Flamengo. Foto: Manuel Velasquez/Getty Images

Borussia Dortmund will in diesem Sommer eigentlich keine Verpflichtungen mehr tätigen, dies haben die Verantwortlichen gebetsmühlenartig wiederholt. Bei einem Abschied von Jadon Sancho würde sich die Lage natürlich ändern. Den Offensivspieler zu ersetzen, wird eine schwere Aufgabe. Anteilig könnte der Brasilianer Reinier sie angehen.

Am 18-Jährigen zeigte der BVB schon im Winter laut Berichten reges Interesse, den Zuschlag erhielt Real Madrid. Satte 30 Millionen Euro zahlten die Königlichen, obwohl sie für das Talent keinen Platz hatten und haben. In Spanien ist die Zahl der Nicht-EU-Ausländer im Kader auf drei begrenzt. Selbst wenn bei vielen Profis ein Zweitpass oder eine Einbürgerung Linderung verschafft, ist das Kontingent bei Real weiterhin ausgeschöpft. Ursprünglich sollte die Einbürgerung von Vinicius Junior helfen, wegen der Coronakrise ist damit laut eines Berichts der Sportzeitung AS aber erst im Laufe der Saison, womöglich gar erst 2021, zu rechnen. Entsprechend sucht der spanische Meister demnach eine Leihstation für Reinier. Dabei soll auch der BVB seinen Hut in den Ring geworfen haben.

Allseits gute Erfahrung mit Hakimi

Die Schwarzgelben pflegen ein hervorragendes Verhältnis zu Real, zuletzt wurde die zweijährige Leihe von Achraf Hakimi zu einem Win-Win-Geschäft für alle Seiten. Der BVB hatte einen starken aber im Unterhalt günstigen Spieler zur Verfügung, Madrid machte beim Verkauf an Inter Mailand großen Umsatz. Die Königlichen könnten sich sicher sein, dass ihr brasilianisches Talent in Dortmund gut aufgehoben wäre. Interesse soll es aber auch bei Bayer Leverkusen geben, das Reinier womöglich mehr Spielanteile versprechen würde. Und auch bei Real Valladolid in Spanien. Der Klub von Brasilien-Idol Ronaldo Nazario böte den Vorteil, dass sich Reinier in LaLiga akklimatisieren könnte. Auf Sicht sehen die Verantwortlichen von Real Madrid den Jungstar nämlich definitiv in den eigenen Reihen, wie es heißt. Bei einer Investition von 30 Millionen Euro im Januar, und einem Vertrag bis 2026, leuchtet das ein.

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Lars Pollmann  
24.07.2020