Belgien-Stars beim BVB

"Agent Axel"? Witsel musste Meunier nicht mehr überzeugen

Meunier wechselt für vier Jahre nach Dortmund. FRANCK FIFE/AFP via Getty Images
Meunier wechselt für vier Jahre nach Dortmund. FRANCK FIFE/AFP via Getty Images

Borussia Dortmund bereitet sich ab kommender Woche auf die neue Saison vor. Mit Jude Bellingham und Thomas Meunier stehen zwei Neuzugänge vor den ersten Einheiten mit den neuen Kollegen. Der belgische Außenverteidiger hat dabei einen gewissen Vorsprung: Er kennt Thorgan Hazard und Axel Witsel aus der Nationalmannschaft.

Der Mittelfeldmann brüstete sich schon vergangenes Jahr damit, bei der Verpflichtung von Hazard seine Finger im Spiel gehabt zu haben. 'Agent Axel' ward als Spitzname des Lockenkopfs geboren. Meunier muss darüber schmunzeln. Auf "fünf Prozent" schätzt der Neuzugang den Anteil von Witsel an seinem Wechsel gegenüber BVB-TV ein. "Er hat kein so hohes Honorar bekommen", scherzt Meunier. Tatsächlich fragte er natürlich bei seinem Kollegen aus der belgischen Nationalmannschaft nach, wie es dem beim BVB so gefällt. Immerhin sei Witsel "ein ehrlicher Typ", wie der 28-Jährige ihn lobt. "Er hat mir gesagt, dass dies ein riesiger Klub ist. Total anders als alles andere, was ich bisher erlebt habe."

"Ich bin sehr ambitioniert"

Was Witsel zu diesem Zeitpunkt womöglich nicht wusste: Meunier hatte sich sowieso schon gedanklich auf den Wechsel nach Dortmund festgelegt. Überzeugungsarbeit war nicht mehr vonnöten. "Es war nur ein Bonus. Aber er hat einen guten Job gemacht." Für die Schwarzgelben sprach demnach nicht zuletzt das besondere Gefühl, für einen Traditionsverein mit großem Fan-Aufkommen zu spielen. Freilich muss sich Meunier nach der Station PSG auch umstellen. In Paris waren Titel an der Tagesordnung, beim BVB sind sie das große Ziel. "Ich bin sehr ambitioniert. Wenn ich bei einem Verein unterschreibe, will ich die Chance haben, etwas zu gewinnen."

"Für mich beginnt ein neues Abenteuer"

In Dortmund sieht Meunier die Chance als gegeben, sonst hätte er sich nicht für vier Jahre gebunden. Jedoch ist der Rechtsverteidiger zu erfahren, um vor der ersten Trainingseinheit über Trophäen nachzudenken oder sie gar zu versprechen. Stattdessen freut er sich schlichtweg darauf, dass die Zeit beim BVB losgeht. "Es ist immer aufregend und für mich beginnt ein neues Abenteuer. Axel und Thorgan haben mir viel über den Klub erzählt, den Fußball, die Gruppe und die Fans. Ich will das alles erleben."

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Lars Pollmann  
22.07.2020