Mix aus Routine und Jugend beim HSV

Boldt sucht Abwehrchef: "Werden auf jeden Fall noch etwas machen müssen"

Boldt sucht noch einen Abwehrchef. Foto: Selim Sudheimer/Bongarts/Getty Images
Boldt sucht noch einen Abwehrchef. Foto: Selim Sudheimer/Bongarts/Getty Images

Der Hamburger SV hat bisher drei Neuzugänge für die neue Spielzeit unter Vertrag genommen. Neben Talent Amadou Onana kamen mit Klaus Gjasula und Simon Terodde gestandene Profis. Sie sollen Teil einer Achse werden, für die Jonas Boldt noch einen Abwehrchef sucht.

"Dort werden wir auf jeden Fall noch etwas machen müssen", zitiert das Hamburger Abendblatt den Sportchef auf die Frage nach der Innenverteidigung. An Talenten mangelt es dem HSV nicht, wohl aber an einem Spieler, der zur "Säule" taugt, wie Boldt es nennt. Eine routinierte Kraft, die der Mannschaft Halt geben kann, würde aus seiner Sicht "noch ganz gut zu Gesicht stehen". Namen hat die Gerüchteküche zuletzt einige hervorgebracht, sonderlich konkret schien es aber an keiner Stelle zu werden.

"Imaginäre Obergrenze"

So manches Medium rund um den HSV fragt ohnehin schon nach, wie der Klub einen qualitativ hochwertigen Spieler für die Abwehr überhaupt bezahlen will. Boldt verweist auf den Transfer von Terodde, der bereits zu den Bedingungen des Klubs funktionierte. Von einer immer wieder vermeldeten Gehaltsbegrenzung ist dabei wohl fälschlicherweise die Rede. Es handele sich viel mehr um eine "imaginäre Obergrenze", sagt Boldt. Es sei durchaus möglich, damit kreativ umzugehen.

"Genau der Weg, den wir gehen wollen"

"In Sonderfällen kann es auch mal anders sein", so der Sportchef außerdem. Will wohl heißen: Wenn der HSV einen Spieler ausfindig macht, der ihn sportlich unheimlich weiterbringt, kann der auch ein bisschen mehr Geld verdienen, als der Klub eigentlich zahlen will. Am Ende muss das große Ganze stimmen. Boldt verweist auf die richtige Mixtur, die der Verein bei seinen Verpflichtungen finden will. Junge Spieler fördern, ihnen aber belastbare Routine zur Seite stellen. "Das ist eigentlich genau der Weg, den wir gehen wollen", so Boldt.

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Lars Pollmann  
25.08.2020