Sportvorstand verteidigt HSV-Kurs

Boldt reagiert gelassen auf Kühne-Kritik: "Kriege es gar nicht mit"

HSV-Sportvorstand Jonas Boldt (Foto) reagierte gelassen auf die Kritik von Klaus-Michael Kühne. Foto: Imago.
HSV-Sportvorstand Jonas Boldt (Foto) reagierte gelassen auf die Kritik von Klaus-Michael Kühne. Foto: Imago.

Investor Klaus-Michael Kühne hatte jüngst Kritik an den Verantwortlichen des Hamburger SV geäußert. Sportvorstand Jonas Boldt reagierte vor dem Heimspiel gegen den SV Sandhausen (2:1) gelassen auf die Worte des 84-Jährigen und verteidigte den eingeschlagenen Kurs in der Kaderplanung.

Für die Entwicklung des Hamburger SV bringt Klaus-Michael Kühne kein Verständnis auf. Das machte der Investor vor wenigen Tagen in einem Interview mit dem Abendblatt deutlich: "Beim HSV wird herumgewurstelt wie eh und je. Im vorigen Jahr setzte man auf ältere Spieler, die aus unterschiedlichen Gründen nach einem Jahr wieder abgewandert sind. Jetzt will man der Jugend den Vorrang geben und verpflichtet zusammengewürfelte unbeschriebene Blätter - ich kann es nicht fassen und möchte keine weiteren Kommentare abgeben." 

Boldt nimmt Kritik von außen kaum wahr

Damit kritisierte Kühne die Transferpolitik des Zweitligisten, der im Sommer unter anderem Aaron Hunt (34), Simon Terodde (33), Sven Ulreich (32) sowie Klaus Gjasula und Toni Leistner (beide 31) abgegeben und im Gegenzug Tommy Doyle, Mario Vuskovic (beide 19), Mikkel Kaufmann (20), Ludovit Reis (21) und Marko Johansson (22) verpflichtet hat. Die Kritik lässt Sportvorstand Jonas Boldt kalt: "Ich muss ehrlich sagen, wenn Kritik an mich gerichtet wird, auf persönlicher Ebene, dann setze ich mich sehr bewusst damit auseinander. Alles andere, was geschrieben oder erzählt wird, das ist so viel, ich kriege es gar nicht zeitlich mit", sagte Boldt vor der Partie gegen den SV Sandhausen bei Sport1

"Wir haben nicht nur junge Spieler"

Darüber hinaus verteidigte der 39-Jährige den gemeinsam mit Cheftrainer Tim Walter eingeschlagenen Kurs: "Wir haben nicht nur junge Spieler. Die Mannschaft ist jünger geworden vom Altersdurchschnitt. Aber wir haben Spieler verpflichtet, die schon sehr viele Zweitligaspiele gemacht haben", sagte Boldt und betonte: "Wir haben jede Menge Geduld. Und der Aufstieg hat mit älteren Spielern auch nicht geklappt."

Florian Bajus  
12.09.2021