Emotionaler Abschied

Niederlage nach Seeler-Tod für Boldt "sehr schwierige und traurige Situation"

Boldt richtete emotionale Worte an Seeler. Foto: Martin Rose/Getty Images
Boldt richtete emotionale Worte an Seeler. Foto: Martin Rose/Getty Images

Der HSV hat am Sonntag auf bittere Weise mit 0:1 gegen Hansa Rostock verloren - und das ausgerechnet im ersten Spiel nach dem Tod von Klub-Ikone Uwe Seeler. Für Sportvorstand Jonas Boldt ist die Pleite daher doppelt schwer zu verdauen.

"Man muss sagen, die Rostocker haben gut dagegengehalten, sie haben ihre Momente gesucht. Und sie haben viel dafür getan, dass sie unseren Spielfluss unterbrechen. Aber genau in der Phase, wo wir am Drücker waren - in der Schlussphase - setzen sie den einen Konter", sagte Jonas Boldt über den in der 94. Minute kassierten Gegentreffer gegenüber der Sportschau. "So ist das im Fußball leider, das passt in die gebrauchte Woche", fügte der Sportvorstand des HSV an.

"Eine tolle Persönlichkeit, von der es gerne mehr geben dürfte"

Boldt, der damit den Tod von Uwe Seeler meinte, erklärte: "Wenn der Ball rollt, dann geht es in der Tat um Fußball und dann hilft das vielleicht auch, um abzulenken. Aber natürlich ist es eine sehr schwierige und traurige Situation gewesen. Ich glaube aber, dass wir das mit allen Kollegen drumherum sehr gut gelöst haben." Man habe jedoch beim Spiel gemerkt, "dass das alles ein Stück weit einen anderen Fokus hat. Das ist bei so einer Persönlichkeit dann aber auch angebracht". Den Kranz vor Spielbeginn auf den Rasen zu tragen, sei für Boldt "ein trauriger Moment" gewesen, "weil ich Uwe mehrmals habe kennenlernen und treffen durfte". Der verstorbene Ex-Torjäger "war eine tolle Persönlichkeit, von der es gerne mehr geben dürfte. Umso trauriger ist es, dass er jetzt von uns gegangen ist", so der Funktionär des HSV.

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Adrian Kuehnel  
25.07.2022