2. Liga

Boldt: HSV, Schalke und Werder? "Es gibt Parallelen"

Jonas Boldt geht in seine dritte Saison beim HSV.
Jonas Boldt geht in seine dritte Saison beim HSV. Foto: Imago

Der Hamburger SV geht in seine vierte Zweitligasaison und hat hochklassige Konkurrenz. Sportvorstand Jonas Boldt vergleicht die Traditionsvereine.

Der Hamburger SV auf dem Weg zu einem ganz normalen Zweitligisten? Was bis 2018 noch undenkbar war, nimmt immer konkretere Formen an. Die Personalkosten wurden inzwischen halbiert, Transferüberschüsse erzielt und dreimal schon der Aufstieg verpasst. Mit dem FC Schalke 04 und Werder Bremen kommt gewaltige Konkurrenz auf den HSV zu. Jonas Boldt sagte dem kicker: "Es gibt definitiv Paralleln zwischen dem HSV, Schalke und Werder."

Boldt lobt Eintracht und Gladbach

Der Sportvorstand selbst bleibt hochmotiviert: "Ich persönlich kann mir keine reizvollere Aufgabe als den HSV vorstellen, weil sie so komplex ist. Aber natürlich sind Situationen in solchen Vereinen schwieriger zu drehen." Mit "solchen Vereinen" meint Boldt die Traditionsklubs wie Schalke, Werder, Hamburg, aber auch den "1. FC Köln, Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach." Wobei vor allem die Eintracht und Gladbach den Turnaround geschafft haben. Dafür sieht Boldt einen gewichtigen Grund: "Weil sie mit Max Eberl und Fredi Bobic starke Leute hatten."

Das darf Klubs nicht passieren

Doch wie kann ein Klub zu einer solchen Stärke kommen? Was sind die Mittel? Boldt erklärte: "Es dürfen keine Entscheidungen getroffen werden, um die eigene Haut zu retten." Persönliche Eitelkeiten sind fehl am Platz, sie stehen dem Erfolg im Weg. Es müsse "immer um die Sache gehen und nicht darum, dass Verantwortliche versuchen, sich selbst zu schützen". Gerade rund um Abstiege entstehen hierbei die größten Probleme.

Florian Bolker  
19.07.2021