Aufsichtsratschef schließt Personaldiskussion aus

Bode: "Wussten die ganze Zeit, dass wir nicht sicher sind"

Bode hält zu Baumann und Kohfeldt. Foto: Imago
Bode hält zu Baumann und Kohfeldt. Foto: Imago

Durch eine historische Serie von sechs Niederlagen am Stück ist Werder Bremen wieder mittendrin im Abstiegskampf. Die Hanseaten schienen dem Klassenerhalt vor wenigen Wochen noch sehr nahe, müssen nun zusehen, dass der Trend sie nicht tief in den Abgrund reißt. Marco Bode betont, dass Werder nicht unvermittelt in die Krise rutschte.

"Wir wussten die ganze Zeit, dass wir noch nicht auf der sicheren Seite sind. Schon im Sommer war klar, dass es eine komplizierte Saison werden kann", so der Aufsichtsratsvorsitzende gegenüber dem Portal DeichStube. Bereits in der Vorsaison hatte sich Bremen nur denkbar knapp dank der Auswärtstorregel in der Relegation gegen den 1.FC Heidenheim gerettet. Die Hoffnungen auf eine sorgenfreiere Saison 2020/21 sind inzwischen längst Geschichte. Bode aber bleibt optimistisch.

"Niemand behaupten, dass das Team auseinanderfällt"

"Wir haben jetzt ein sehr wichtiges Spiel in Berlin vor uns, und wenn es uns gelingt, dort einen Sieg einzufahren, sieht die Situation schon besser aus", sagt der Ex-Nationalspieler. Werder habe weiterhin alles in der eigenen Hand. Trotz der sechs Pleiten am Stück, zum Teil gegen deutlich stärker einzuschätzende Gegner, schöpft Bode auch Zuversicht aus den Leistungen. "Es kann niemand behaupten, dass die Mannschaft auseinanderfällt und sich aufgibt", so der 51-Jährige.

"Wir werden jetzt keine Personaldiskussion führen"

Dies ist wohl auch der Grund dafür, dass sie bei Werder jedwede Diskussion über die vielzitierten branchenüblichen Mechanismen bezüglich eines denkbaren Trainerwechsels ablehnen. "Wir werden jetzt keine Personaldiskussion führen. Wir reden jetzt über vier enorm wichtige Wochen, in denen es gilt, dass alle zusammenzuhalten", erklärt Bode. Zuletzt hatte Sportchef Frank Baumann Chefcoach Florian Kohfeldt das Vertrauen ausgesprochen (fussball.news berichtete), auch der Vorsitzende des Kontrollgremiums steht hinter den Führungskräften.

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Lars Pollmann  
24.04.2021