Randale von Marseille

"Schlag ins Gesicht": Bobic über drohendes CL-Geisterspiel für Frankfurt

Bobic verließ Frankfurt im Vorjahr gen Hertha BSC. Foto: ODD ANDERSEN/AFP via Getty Images
Bobic verließ Frankfurt im Vorjahr gen Hertha BSC. Foto: ODD ANDERSEN/AFP via Getty Images

Eintracht Frankfurt holte am Dienstagabend bei Olympique Marseille mit einem 1:0 den ersten Sieg in der Champions League. Allerdings wurde der sportliche Erfolg von den Ausschreitungen der Fans abseits des Platzes überschattet. Nun hat sich auch Ex-Frankfurt-Sportvorstand Fredi Bobic zu den Vorkommnissen geäußert.

Mittlerweile hat die UEFA laut Sport1 Ermittlungen gegen Eintracht Frankfurt aufgenommen. Das Disziplinarkomitee wirft den Fans der Eintracht rassistisches Verhalten vor. Zudem geht es in dem Verfahren um das Werfen von Gegenständen, das Abbrennen von Bengali sowie Sachbeschädigung. Im schlimmsten Fall droht den Hessen nun sogar ein Spiel vor leeren Rängen.

"Manche Verirrte zeigen jetzt eine Dimension an Hass und roher Gewalt"

Fredi Bobic, der von 2016 bis 2021 Sportvorstand der Eintracht war, hat die Bilder aus Marseille verfolgt. Sie "haben mich schockiert – nur fünf Tage nach den bestürzenden Szenen auf den Tribünen vor dem Conference-League-Spiel zwischen Nizza und Köln", so der aktuelle Sportboss von Hertha BSC gegenüber dem kicker. Der 50-Jährige befand: "Nachdem sie in den Hochzeiten von Corona diese Bühne nicht hatten, zeigen manche Verirrte jetzt eine Dimension an Hass und roher Gewalt, die einen frösteln lässt und konsequentes Vorgehen erfordert." Zudem meinte er in Bezug auf drohende Konsequenzen: "Dass dieses Thema Frankfurts gute Leistung überlagert und ein Geisterspiel droht, ist ein Schlag ins Gesicht aller, denen die Eintracht wirklich am Herzen liegt."

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Adrian Kuehnel  
15.09.2022